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Panorama Vermisstenfall in München: Polizei beendet Suche nach Frau und Tochter ohne Fund
Nachrichten Panorama Vermisstenfall in München: Polizei beendet Suche nach Frau und Tochter ohne Fund
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17:37 26.07.2019
Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Polizei München, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Quelle: Sven Hoppe/dpa
München

Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden einer Frau und ihrer Tochter aus München durchsuchte die Polizei einen Wald – erfolglos. „Wir sind hier auf der Suche nach zwei Leichen“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München am Freitag. Rund 150 Einsatzkräfte, darunter Polizeitaucher, und ein Hubschrauber seien in dem Waldstück im Südosten der bayerischen Landeshauptstadt unterwegs gewesen. Welche Hinweise die Ermittler haben, dass in dem Gelände die Leichen der 41 und 16 Jahre alten Vermissten sein könnten, blieb zunächst unklar.

Am Freitagnachmittag hatte die Münchner Polizei die Suche dann vorerst beendet. Es seien keine Leichen und keine Gegenstände gefunden worden, die in Zusammenhang mit dem Fall stünden, teilte die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Freitag mit. „Ob weitere Absuchen stattfinden, wird noch geklärt“, sagte eine Sprecherin. Rund 150 Beamte waren im Einsatz und hatten unter anderem mit Alu-Stöcken und Schaufeln den Waldboden abgesucht. Mutter und Tochter gelten seit rund zwei Wochen als verschollen. Der 44-jährige neue Ehemann der Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Polizei hatte den Deutsch-Russen am Sonntag festgenommen. Angaben des Ehemannes und Stiefvaters über das Verschwinden der Frau und ihrer Tochter hatten sich nicht bestätigt.

Verdächtiger machte widersprüchliche Angaben

Mehrere Polizeitaucher suchten einen Baggersee in dem Wald ab. Der mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Hubschrauber überprüfte den Waldboden auf Leichen. Die Kamera sei trotz der Hitze in der Lage, etwa Kleidungstücke oder menschliche Körper vom Waldboden zu unterscheiden, sagte der Sprecher.

Mit diesen beiden Fotos hofft die Polizei auf Hinweise von Zeugen, die die Mutter und Tocher zwischen Freitag, dem 12. Juli, bis Sonntag, 14. Juli gesehen haben. Quelle: Polizeipräsidium München/dpa

Der verdächtige neue Ehemann ist seit rund einem Jahr mit der Frau verheiratet und hatte sie und ihre Tochter am 13. Juli als vermisst gemeldet. Er hatte widersprüchliche Angaben bei der Vermisstenmeldung gemacht.

Von Partnern und Ex-Partnern geht statistisch höchste Gefahr aus

Die Polizei veröffentlichte am Montag ein Foto des Verdächtigen sowie von den beiden Fahrzeugen der Familie - einem roten Hyundai i30 und einem anthrazitfarbenen VW Tiguan. Sie hofft nach wie vor auf Zeugen, die den Verdächtigen oder die beiden Frauen gesehen haben oder sonstige Hinweise haben.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer äußerte sich allgemein und sagte, in rund 70 Prozent der Fälle, in denen Frauen getötet werden, seien Täter die Partner oder Ex-Partner. „Der gefährlichste Mann im Leben einer Frau ist der Ehemann oder der feste Partner. Da droht die höchste Gefahr, dass man getötet wird, dass man vergewaltigt wird, dass man zusammengeschlagen wird.“

Von RND/dpa

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