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Panorama Vier vermisste Bergleute in den USA tot aufgefunden
Nachrichten Panorama Vier vermisste Bergleute in den USA tot aufgefunden
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09:27 10.04.2010
Quelle: ap
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Fünf Tage nach dem schweren Grubenunglück in den USA sind die vier noch vermissten Bergleute tot aufgefunden worden. Sie wurden am Freitagabend in den Tiefen des Kohlebergwerks Upper Big Branch in West Virginia entdeckt, wie die Rettungskräfte in der Nacht zum Sonnabend mitteilten. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 29. Die Explosion in Upper Big Branch vom vergangenen Montag war das folgenschwerste Grubenunglück in den USA seit 1970. Damals kamen in einer Mine im Staat Kentucky 38 Menschen ums Leben.

„Wir haben das Wunder, für das wir gebetet haben, nicht bekommen“, sagte der Gouverneur von West Virgini, Joe Manchin. Die Bergleute seien vermutlich unmittelbar nach der Explosion umgekommen, erklärte Kevin Stricklin von der Bundesbehörde für Bergwerkssicherheit. Die Gaskonzentration in der Grube sei sehr hoch gewesen: „Niemand hätte in dieser Luft überleben können, nicht einmal für eine kurze Zeit.“

22 der insgesamt 29 Todesopfer müssen noch aus dem Bergwerk geborgen werden, wie Stricklin weiter erklärte. Nach dem Unglück hatten die Rettungskräfte zunächst nur sieben Leichen an die Oberfläche bringen können.

Die Explosion wurde vermutlich durch eine überhöhte Konzentration des Grubengases Methan verursacht. Die Betreiber von Upper Big Branch waren in den vergangenen Jahren mehrfach wegen einer unzureichenden Belüftung abgemahnt worden, noch kurz vor dem Unglück wurden zudem die Fluchtpläne für das Bergwerk als unzureichend gerügt. US-Präsident Barack Obama hat die Behörden aufgefordert, ihm bis nächste Woche einen Bericht über die Ursachen der Katastrophe vorzulegen.

ap