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Panorama Wegen schlechter Noten: Vater zwingt Sohn, seine Playstation zu zerstören – und filmt alles
Nachrichten Panorama Wegen schlechter Noten: Vater zwingt Sohn, seine Playstation zu zerstören – und filmt alles
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16:17 03.04.2019
In den USA wurde ein Elfjähriger von seinem Vater gezwungen, seine Playstation zu zerstören.
In den USA wurde ein Elfjähriger von seinem Vater gezwungen, seine Playstation zu zerstören. Quelle: dpa/Symbol
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Hannover

Das Leid dürften wohl einige Eltern teilen: Der Nachwuchs verbringt die Freizeit lieber mit Computerspielen statt mit Hausaufgaben. Weil die Noten seines Sohnes immer schlechter wurden, griff ein Vater in den USA zu einer besonders harten Methode: Er zwang seinen Sohn dazu, seine Playstation zu zerstören und hielt die Szene auf Video fest.

Unsicher steht der elfjährige Treyson in der Auffahrt vor seinem Hauses, als sein Vater ihn immer wieder auffordert: „Schlag zu!“ Auf dem Boden liegt Treysons geliebte Playstation, in der Hand hält er eine Art Schlagstock. Der Junge zögert, fügt sich dann aber unter Tränen seinem Vater und schlägt zu.

„Du machst das nicht richtig“

„Du hast heute Morgen wieder YouTube-Videos auf der Playstation angesehen. Was habe ich dir gesagt, wird beim nächsten Mal passieren? Habe ich dir gesagt, dass deine Playstation es abbekommen wird?“, erklärt Tre Cosby seinem Sohn die Strafaktion.

Doch Tre Cosby genügen die Schläge seines Sohnes auf die Spielekonsole nicht. „Du machst das nicht richtig“, sagt er, greift zu einem massiven Stein und lässt ihn wiederholt auf die Playstation fallen. Scheinbar völlig in seinem Element und mit dem festen Ziel vor Augen, die Spielkonsole zu zerstören, schnappt er sich das Gerät, legt es vor das Hinterrad seines roten Dodge Challengers und rollt darüber. „Und jetzt hau ab“, ruft sein Vater aus dem Wagen heraus.

Internetuser sind sich einig: Der Vater geht zu weit

Das rigorose Vorgehen von Tre Cosby wird im Internet hitzig diskutiert. Vor allem, dass er die Szene auf Video festgehalten und seinen Sohn so öffentlich gedemütigt hat, geht zu weit, sind sich die User einig. „Das ist einfach nur traurig. Ich würde meinem Sohn das niemals antun. Vermutlich würden etwa fünf Prozent der Menschen mit dem übereinstimmen, was Sie hier gemacht haben, aber ich glaube nicht, dass nur einer damit einverstanden ist, dass Sie es online stellen“, schreibt eine Userin.

Im Gespräch mit „RTL“ verteidigt Cosby sein Vorgehen. Er habe seinen Sohn vor genau dieser Konsequenz gewarnt. „Natürlich fühle ich mich schlecht, wenn er weint. Aber er muss Regeln befolgen, das ist wichtig für ihn“, erklärt er. Cosby habe es mit Playstation-Verbot versucht, es habe aber nicht funktioniert. „Sie leben hier nicht, sie wissen nicht, was ich durchgemacht habe, wie oft ich sie ihm weggenommen habe, wie oft ich ihn gewarnt habe. Es ist, als wenn ich auf taube Ohren stoße“, klagt der Familienvater gegenüber „RTL“.

Von RND/mat