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Panorama Kein Winter in Sicht
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08:12 06.01.2014
Auch in den Bergen gibt es derzeit vor allem künstlichen Schnee – wie in der Nähe von Gmund am Tegernsee in Bayern. Quelle: dpa
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Hannover

Sturm und Gewitter statt Winter: Während Frost und Schnee im neuen Jahr nicht in Sicht sind, hat eine heftige Gewitterfront am Wochenende in Teilen Deutschlands schwere Schäden angerichtet. In Erkelenz starb eine junge Frau, als eine Windböe in einem Rohbau eine Wand umwarf und die 23-Jährige unter sich begrub. In Essen steckte ein Blitz die höchste Kirche in Brand. In der nordhessischen Gemeinde Knüllwald deckte möglicherweise ein Tornado am späten Freitagabend etwa 20 Dächer ab.

Schnee ist dagegen vorerst nicht in Sicht. Die Mittelgebirge wie Harz, Thüringer Wald oder Erzgebirge sind weitgehend schneefrei. Wegen der milden Temperaturen ist Wintersport dort weiter nicht möglich. Im Harz sind alle Skiabfahrten geschlossen, teilte der Harzer Tourismusverband am Sonntag mit. Auch Langlauf und Rodeln sind nicht möglich, die meisten Lifte im Harz sind außer Betrieb. Ein Schlittenhunderennen in Hasselfelde (Sachsen-Anhalt) musste am Sonnabend gar ohne Schlitten gefahren werden.

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Auch für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen deutschlandweit nicht mit Schnee – sondern mit zweistelligen Temperaturen. Sollte sich eine durch Statistiken gedeckte Bauernregel bewahrheiten, wird das Wetter sogar bis Ende Februar nicht drastisch umschlagen. "Voraussichtlich bleibt uns diese Großwetterlage vorerst erhalten. Ein Wintereinbruch ist daher zunächst nicht in Sicht", sagte Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Einer alten Bauernregel zufolge sei der 6. Januar ein guter Gradmesser für den Verlauf des Winters. Sie besagt: "Ist bis Dreikönig kein Winter, so folgt auch keiner mehr dahinter." Sollte der Montag mild bleiben, werde es DWD-Statistiken zufolge bis Ende Februar wahrscheinlich nicht drastisch kälter, so Trippler.

dpa/frs

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