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Deutschland / Weltweit Al Qaida droht Deutschland erneut
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Al Qaida droht Deutschland erneut
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22:52 20.09.2009
Von Reinhard Urschel
Erhöhte Vorsicht am Berliner Hauptbahnhof. Quelle: ddp
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Zuletzt war am Freitag ein Drohvideo veröffentlicht worden, in dem Harrach mit Anschlägen drohte. Polizei und Geheimdienste sehen einen engen Zusammenhang mit der bevorstehenden Bundestagswahl, zumal verschiedene Terrorgruppen schon früher mit Anschlägen in zeitlicher Nähe zu den Wahlen gedroht hatten.

In dem neuen Video unter dem Titel „O Allah, ich liebe dich“ ist ein Standbild Harrachs alias „Abu Talha“ mit verhülltem Gesicht zu sehen, während eine Tonaufnahme läuft. Auf Deutsch fordert Harrach die Bürger auf, dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr durch ihre Stimme bei der Wahl eine Absage zu erteilen. Entscheide sich das deutsche Volk für die Fortsetzung des Krieges, habe es sein eigenes Urteil gefällt. Die Muslime in Deutschland werden erneut aufgefordert, sich nach der Wahl eine gewisse Zeit aus der Öffentlichkeit fernzuhalten. Es handelt sich um das vierte Video von „Abu Talha“, alle stammen aus diesem Jahr. Das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte Unternehmen IntelCenter erklärte am Sonntag weiter, das gut 39 Minuten lange Video sei von der Medienproduktionsfirma As Sahab autorisiert, die auf die Verbreitung von Botschaften des Terrornetzwerkes Al Qaida spezialisiert sei. IntelCenter hält die jüngsten Drohungen gegen Deutschland für die konkretesten ihrer Art.

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Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte die Echtheit des Videos. Es handle sich um einen deutschen Text, der an Deutschland gerichtet sei, aber keine konkrete Anschlagsdrohung enthalte, sagte eine Sprecherin. Die Sequenz werde derzeit ausgewertet und fließe in die Gefährdungsbewertung ein.

Erst am Freitag war ein Drohvideo des deutschen Islamisten bekannt geworden. Darin hatte Harrach den Deutschen mit einem „bösen Erwachen“ gedroht, sollten sich die Wähler bei der Bundestagswahl am 27. September nicht für einen Politikwechsel entscheiden. Die Deutschen müssten die Parteien wählen, die einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan verlangen. Die Muslime in Deutschland forderte er auf, sich „in den zwei Wochen nach den Wahlen von allem, was nicht lebensnotwendig ist, fernzuhalten“.

Seit dem vergangenen Freitag sind in Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen an allen Flughäfen sowie an Bahnhöfen verschärft worden. Beamte der Bundespolizei gehen mit Schutzwesten und Maschinenpistolen verstärkt auf Streife.

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