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Deutschland / Weltweit Auto von AfD-Politiker angezündet – Rache für früheren Anschlag?
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15:10 31.01.2019
In Berlin-Neukölln wurde das Auto eines AfD-Politikers angezündet. (Symbolbild) Quelle: Arne Immanuel Bänsch/dpa
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Berlin

Auf das Auto eines Berliner AfD-Bezirkspolitikers ist ein Brandanschlag verübt worden. Der Wagen brannte am späten Mittwochabend in Neukölln, Verletzte gab es nicht. Die Polizei fasste einen mutmaßlichen Täter, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski twitterte: „Die Gewaltspirale gegen die #AfD dreht sich weiter.“

Kurz vor Mitternacht hatten Zivilfahnder der örtlichen Polizeiwache am Käthe-Dorsch-Ring drei auffällige, schwarz gekleidete Männer auf Fahrrädern bemerkt, die mehrfach einen Häuserblock umkreisten. Einer von ihnen machte sich in einem Innenhof an einem Auto zu schaffen, dann fuhren die Männer schnell davon.

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Die Fahnder konnten wenig später einen der drei Verdächtigen im Alter von 39 Jahren festnehmen. Zwischenzeitlich wurden Polizei und Feuerwehr zu dem Innenhof alarmiert, weil dort das Auto brannte. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

Zusammenhang mit früherenm Brandanschlag möglich

Möglicherweise steht der Brandanschlag gegen die AfD im Zusammenhang mit einem Brandanschlag vor fast genau einem Jahr. In der Nacht zum 1. Februar 2018 wurden die Autos eines Linken-Bezirkspolitikers und eines Buchhändlers angezündet. Vermutet wurde, dass die Brandstifter zur früheren Neonazi-Szene gehörten.

Die Polizei durchsuchte nach den Brandanschlägen die Wohnungen von zwei Männern, die zur rechtsextremistischen Szene gehörten. Bisher gibt es aber noch kein Ergebnis der Ermittlungen. Einer der beiden Männer soll inzwischen bei der AfD im Bezirk Neukölln mitarbeiten. Nach Informationen der dpa soll er der Besitzer des angezündeten Autos sein.

Nach Zeitungsberichten soll der Verfassungsschutz vor dem damaligen Anschlag die später verdächtigten Männer schon länger beobachtet und auch die Polizei informiert haben.

Bereits zahlreiche Brandanschläge in Neukölln

Im Berliner Großbezirk Neukölln kam es in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Brandanschlägen, Angriffen und Sachbeschädigungen, die vor allem Rechtsextremisten zugeordnet werden. Aber auch linksextremistische Täter wenden dort Gewalt an.

2017 wurden laut dem Senat 125 rechtsextremistische Delikte in Neukölln gezählt. Dazu gehörten auch Anschläge auf bekannte Politiker der Linken, der SPD oder auf Antifaschisten. Die Polizei hatte eine eigene Ermittlungsgruppe zu den Fällen eingesetzt. Größere Fahndungserfolge blieben aber aus.

Zuletzt gab es Mitte Januar einen großen Brandanschlag auf neun Autos des Neuköllner Ordnungsamtes. Eine linksextreme Gruppe begrüßte die Tat im Internet. Ob Linksextremisten die Täter waren, ist aber unklar. Die CDU vermutete die Täter unter kriminellen Mitgliedern von arabischstämmigen Clans, gegen die der Bezirk verstärkt vorgeht.

Von RND/dpa

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