Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Bildung: Deutschland hat gute Noten – aber was bedeutet das wirklich?
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Bildung: Deutschland hat gute Noten – aber was bedeutet das wirklich?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:22 10.09.2019
Ein Studium zahlt sich aus – wenn auch nicht für alle gleich.
Berlin

Deutschland hat in diesem Jahr gute Noten beim internationalen Vergleich „Bildung auf einen Blick“ bekommen. Der diesjährige OECD-Bericht legt nämlich ein besonderes Augenmerk auf die höhere akademische und berufliche Bildung im Land.

Mit seiner dualen Berufsausbildung steht Deutschland seit jeher gut da. Gleichzeitig zeigt sich: Wer erfolgreich an Universitäten und Fachhochschulen studiert, hat besonders gute Chancen auf Beschäftigung und verdient im Durchschnitt auch mehr als andere. Das Versprechen, dass sich Bildung auszahlen soll, ist in diesem Land ein realistisches.

Es werden Investitionen in die Grundschulen gebraucht

Dennoch ist die OECD-Studie ein gutes Beispiel dafür, dass sich manche Dinge nicht in einer einfachen Note ausdrücken lassen, sondern einiger erläuternder Sätze bedürfen. Wenn der Wert der höheren Bildung so groß ist, ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass alle gleichermaßen gute Chancen haben, eine Hochschule zu besuchen. Die soziale Herkunft und der Bildungshintergrund der Eltern dürfen nicht ausschlaggebend sein. Genau da hapert es aber noch immer in Deutschland, wie Untersuchungen vielfach gezeigt haben.

Daher müsste Deutschland eigentlich insbesondere in die Grundschulen investieren. Doch hier werden die Lehrer meist schlechter bezahlt als andere, hier herrscht – wie eine Bertelsmann-Studie gerade gezeigt hat – Lehrermangel.

Zudem gibt es noch in einer weiteren Gerechtigkeitsfrage Nachholbedarf in Deutschland: Frauen erwerben zwar häufiger hohe Qualifikationen als Männer, aber sie werden noch immer schlechter bezahlt. Das mag sich zum Teil dadurch erklären lassen, dass Frauen sich seltener für lukrative Felder wie Mathematik, Naturwissenschaften oder Ingenieursstudiengänge entscheiden. Das heißt aber auch: Bei der Berufswahl wirken noch immer alte Stereotype fort. Sie müssen noch mutiger gebrochen werden.

Lesen Sie auch ein Interview mit OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher: „Der Geist ist willig, aber das WLAN ist schwach

Von Tobias Peter/RND

Nach der Wahl im April scheiterte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu damit, eine Regierung zu bilden. Kurz vor dem zweiten Urnengang zeichnet sich ab: Er dürfte ausgerechnet auf einen ihm sehr vertrauten Rivalen angewiesen sein - Avigdor Lieberman. Der könnte Netanjahu nach der Wahl am 17. September aber auch zu Fall bringen.

10.09.2019

Die künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat begriffen, dass sich die Zeiten geändert haben. An die Spitze der EU hätten schon längst mehr Frauen gehört, kommentiert Damir Fras. Doch vor dem neuen Team liegen enorme Aufgaben.

10.09.2019

Gaffer bei Unfällen werden für die Einsatzkräfte immer mehr zum Problem. Nun will das Justizministerium härtere Strafen dafür. Nach einem entsprechenden Gesetzentwurf drohen künftig Geldbußen oder sogar eine Freiheisstrafe.

10.09.2019