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Deutschland / Weltweit Britische Medien: May will Brexit für drei Monate aufschieben
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Britische Medien: May will Brexit für drei Monate aufschieben
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10:34 20.03.2019
Soll angeblich nur um einen kürzeren Aufschub bitten wollen: Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Quelle: Christopher Furlong/AP
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London/Brüssel

Die britische Premierministerin Theresa May wird die Europäische Union Berichten zufolge nur um einen kurzen Brexit-Aufschub von etwa drei Monaten bitten. Einen entsprechenden Brief an den Ratspräsidenten Donald Tusk wolle sie noch am Mittwoch veröffentlichen, berichteten britische Medien unter Berufung auf Regierungskreise.

Eigentlich wollte Großbritannien schon am 29. März austreten

Downing Street lehnte jegliche Stellungnahme auf Anfrage ab. Ursprünglich wollte sich Großbritannien am 29. März von der EU trennen. Dieser Termin ist aber nicht mehr einzuhalten.

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„Die Menschen in diesem Land haben fast drei Jahre gewartet. Sie haben es satt, dass das Parlament keine Entscheidung trifft. Und die Premierministerin teilt diese Frustration“, zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Bei einer längeren Verschiebung müsste Großbritannien an der Europawahl (23. bis 26. Mai) teilnehmen.

Bildungsminister: Kürzere Verschiebung ist besser als längere

Bildungsminister Damian Hinds sagte dem Sender BBC, eine kürzere Verschiebung sei besser als eine längere. Es bestehe immer noch das Risiko eines EU-Austritts ohne Abkommen, warnte der Politiker.

Mit der Entscheidung für eine kurze Verschiebung habe sich May dem Druck ihres Kabinetts gebeugt, schrieb die Zeitung „The Telegraph“.

Entscheidung wohl erst auf den letzten Drücker

Über eine Verschiebung des Brexits wird nach Einschätzung des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker erst kurz vor dem Austrittsdatum 29. März entschieden werden. Er rechne nicht mit einer Entscheidung beim EU-Gipfel diese Woche, sagte Juncker im Deutschlandfunk. Denn zunächst müsse May eine Zustimmung ihres Parlaments zum fertigen EU-Austrittsabkommen „im Gepäck haben“.

Die Briten hatten bei einem Referendum vor knapp drei Jahren mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU gestimmt.

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Von RND/dpa