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Deutschland / Weltweit Buback-Akten ohne Hinweise auf RAF-Schützen
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17:56 03.09.2009
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Quelle: ddp (Archiv)
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Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

„Der Erkenntnisgewinn der Verfassungsschutzakten im Hinblick auf den Schützen im Fall Buback ist gleich Null. Die gesperrten Unterlagen enthalten über den eigentlichen Hergang des Attentats weniger als eine Seite“, zitiert das Blatt einen mit den Akten Vertrauten.

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Nach den Informationen des Insiders wird „der Bundesinnenminister einen Teil der Buback-Akten nach Rücksprache mit dem Verfassungsschutz rasch für die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft entsperren“. Die Freigabe solle in der nächsten Woche erfolgen.

Bislang hatte es in Medienberichten geheißen, dass die frühere RAF-Terroristin Verena Becker gegenüber dem Verfassungsschutz das RAF-Mitglied Stefan Wisniewski als den Todesschützen beim Buback-Attentat benannt habe.

Wegen des Mordanschlags auf Buback und zwei seiner Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe wurden bislang die RAF-Terroristen Christian Klar, Knut Folkerts und Brigitte Mohnhaupt verurteilt. Auch Günter Sonnenberg galt als Tatbeteiligter; das Verfahren gegen ihn wurde aber aus gesundheitlichen Gründen eingestellt.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch beim Bundesinnenministerium die Freigabe der bislang gesperrten Verfassungsschutz-Akten zum Buback-Attentat beantragt. Grund ist das Ermittlungsverfahren gegen Becker, die nach Auffassung der Bundesanwaltschaft an dem Buback-Attentat beteiligt war. Becker war am vergangenen Donnerstag in Berlin verhaftet worden. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen Wisniewski dauern an.

ddp