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Deutschland / Weltweit Bulgarien steigt aus Pipeline-Projekt mit Russland aus
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Bulgarien steigt aus Pipeline-Projekt mit Russland aus
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13:17 07.12.2011
Die bulgarische Regierung lehnt den Bau einer Pipeline durch das schwarze Meer ab. Quelle: dpa
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Sofia

Durch die Leitung von der bulgarischen Schwarzmeerstadt Burgas sollte russisches Erdöl nach Alexandroupolis an der Ägäis fließen. Das mit Russland und Griechenland unterzeichnete Abkommen könne vor allem in seinem finanziellen Teil nicht erfüllt werden, erklärte Finanzminister Simeon Djankow.

Sofia wolle dennoch seine ausstehenden Beiträge für die Projektgesellschaft Transbalkan Pipeline von 12 Millionen Lewa (6 Mio Euro) bezahlen. Russland hält 51 Prozent der Anteile, Bulgarien und Griechenland jeweils 24,5 Prozent. Die konservative Regierung in Sofia hatte immer wieder bemängelt, dass das Projekt „ungünstig" für Bulgarien sei. Es sieht laut Vertrag lediglich 35 Millionen Dollar (jetzt 26 Mio Euro) pro Jahr für den Transit des russischen Erdgas vor.

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Die Einnahmen durch den Tourismus in der Region werden dagegen mit mindestens vier Milliarden Euro beziffert. Die Tourismusbranche hatte gegen das Projekt energisch protestiert. Sie befürchtete Umweltschäden, die Urlauber vertreiben würden. Zudem sollte die Leitung durch ein Schutzgebiet des Natura-2000-Netzes der EU verlaufen.

Die bis 2009 regierende sozial-liberale Koalition in Sofia hatte neben Burgas-Alexandroupolis zwei weitere Energievorhaben mit Russland beschlossen. Das ist der Bau des Atomkraftwerks Belene und Bulgariens Teilnahme an der Gasleitung South-Stream.

dpa

06.12.2011