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Deutschland / Weltweit Bundeswehr kauft neue Panzerwagen für Afghanistan-Einsatz
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08:52 15.04.2010
Verteidigungsminister Guttenberg drückt aufs Tempo
Verteidigungsminister Guttenberg drückt aufs Tempo. Quelle: ap
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Wie die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, soll der Vertrag mit dem Schweizer Hersteller Mowag in dieser Woche unterzeichnet werden. Für 2011 ist demnach die Bestellung weiterer 90 geschützter Fahrzeuge vom Typ Eagle IV vorgesehen.

Derzeit verfügt die Bundeswehr dem Bericht zufolge in Afghanistan über rund 975 gepanzerte Fahrzeuge verschiedener Hersteller und Modelle. Das Verteidigungsministerium gehe allerdings davon aus, dass angesichts der verschärften Bedrohungslage durch Sprengfallen und Angriffe auf Konvois 600 davon „baldmöglichst“ ersetzt werden müssen, zitierte die „FTD“ aus einem Brief der Ministeriumsspitze an die Bundestagsfraktionen. Zur Deckung des „vordringlichsten Bedarfes“ - auch durch die anstehende Erhöhung des deutschen Kontingents von 4500 auf bis zu 5350 Soldaten - sei die Beschaffung von 60 Eagle IV schnellstmöglich erforderlich.

In dem Brief an die Abgeordneten beziffert das Ministerium die Kosten für die 60 Eagle IV und zusätzliche Spezialausrüstung wie Waffenstationen, Störsender und Funktechnik demnach auf 61,5 Millionen Euro. Die Finanzierung solle kurzfristig über den einsatzbedingten Sofortbedarf aus dem Verteidigungsetat erfolgen. Der Auftrag an den Schweizer Hersteller Mowag, eine Tochter des US-Rüstungsriesen General Dynamics, sei Teil eines größeren, schon laufenden Beschaffungsprojekts über insgesamt rund 650 Fahrzeuge.

Nach dem Tod von drei Bundeswehr-Soldaten bei schweren Gefechten mit den radikalislamischen Taliban am Karfreitag war eine Debatte über die Ausrüstung der deutschen Einheiten in Afghanistan entbrannt. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kündigte am Mittwoch die Verlegung schwerer Waffen in das Einsatzgebiet an.

afp