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Deutschland / Weltweit „Bundeswehr muss bei Ausrüstung schneller werden“
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit „Bundeswehr muss bei Ausrüstung schneller werden“
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06:00 26.01.2019
Bundeswehrsoldaten mit neuen Nachtsichtbrillen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, hat die Ausrüstungsbeschaffung der Bundeswehr als zu träge und unflexibel kritisiert. Bartels sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Die Bundeswehr muss da schneller werden und alle möglichen Mittel ausschöpfen.“

Es sei nicht sinnvoll, die Beschaffung wichtiger Uniformbestandteile oder anderer Ausrüstungsgegenstände wie Schuhe oder Nachtsichtgeräte auf mehrere Jahre zu strecken. „Es hilft nichts, wenn wir in zehn Jahren das zu 120 Prozent Beste haben. Die Soldaten brauchen die Sachen jetzt“, sagte Bartels.

Vorschlag, um Materiallücken zu stopfen

Er forderte, das Ministerium und seine untergeordneten Stellen dürften „nicht so dogmatisch beim Aufstellen des Forderungskatalogs“ sein, der Bestellungen zu Grunde liege. Um Materiallücken schnell zu stopfen, könne man gerne auch auf unterschiedliche Anbieter zurückgreifen, wenn ein Unternehmen alleine nicht genügend Lieferkapazitäten habe. „Die Bundeswehr muss sich mehr als Einkäufer auf dem Markt verstehen“, sagte Bartels.

Als Beispiele nannte der Wehrbeauftragte die Beschaffung von Schutzwesten und Nachtsichtbrillen. Es sei nicht zu verstehen, dass nur 6000 neue Schutzwesten pro Jahr im Plan stünden, obwohl davon Zehntausende für die gesamte Bundeswehr benötigt würden.

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Auch die Lieferung von 4000 Nachtsichtgeräten, die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor einigen Tagen verkündet hatte, reiche nicht aus. Der Bedarf liege hier bei 48.000 Stück.

Am kommenden Dienstag übergibt Bartels seinen Jahresbericht als Wehrbeauftragter an den Bundestag.

Von Daniela Vates/RND

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