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Deutschland / Weltweit Die politische Karriere von Kurt Beck
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12:48 28.09.2012
Die SPD erleidet 2011 herbe Verluste, im neuen rot-grünen Regierungsbündnis bleibt Kurt Beck Ministerpräsident.
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1972: Kurt Beck tritt in die SPD ein.

1974: Beck wird Mitglied des Kreistages Südliche Weinstraße.

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seit 1979: Beck ist direkt gewählter Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Südliche Weinstraße.

1985 bis 1991: Der Abgeordnete übernimmt als Parlamentarischer Geschäftsführer eine wichtige Rolle in der SPD-Landtagsfraktion.

1991: Beck wird Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und bleibt bis 1994 im Amt.

1993: Der Pfälzer wird Vorsitzender der Landespartei.

1994: Der bisherige Ministerpräsident Rudolf Scharping wechselt an die Spitze der SPD-Bundestagsfraktion und schlägt Beck als seinen Nachfolger vor. Am 26. Oktober wird dieser vom Landtag und der Mehrheit der Koalition aus SPD und FDP zum Ministerpräsidenten gewählt.

1996: Trotz Stimmverlusten für die SPD bei der Landtagswahl kann das sozial-liberale Koalitionsbündnis unter Beck weiterregieren.

2001: Nach der Landtagswahl, aus der die SPD als Wahlsieger hervorgeht, wird das sozial-liberale Regierungsbündnis fortgesetzt.

2006: Bei der Landtagswahl erringt Beck für die SPD die absolute Mehrheit.

10. April 2006: Kurt Beck übernimmt zunächst kommissarisch das Amt des SPD-Bundesvorsitzenden von Matthias Platzeck, der aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz abgibt. Am 14. Mai wird Beck auf einem Sonderparteitag zum Bundesparteichef gewählt.

7. September 2008: Beck erklärt bei einer Parteiklausur am brandenburgischen Schwielowsee seinen Rückzug vom SPD-Bundesvorsitz. „Aufgrund gezielter Falschinformationen“ zur Kanzlerkandidatur Frank-Walter Steinmeiers durch die Presse sehe er sich nicht in der Lage, „das Amt des Parteivorsitzenden weiterhin mit der notwendigen Autorität auszuüben“. Steinmeier übernimmt zunächst kommissarisch das Amt, im Oktober wird Franz Müntefering zum Parteichef gewählt.

Juli 2009: Beck eröffnet feierlich den neu gestalteten Nürburgring. Die Eifelrennstrecke verfügt nun über Hotelanlagen und eine Erlebniswelt. Doch die Bauten am Nürburgring erweisen sich in kurzer Zeit als zu groß und zu teuer geplant, das Besucheraufkommen bleibt mau. Wegen eines fragwürdiges Finanzierungsmodell und einer Pannenserie an der Achterbahn sorgt der Ring über Monate hinweg für Negativschlagzeilen - und wird nach dem Scheitern an der SPD-Spitze zur zweiten großen politischen Niederlage für Kurt Beck.

27. März 2011: Die SPD erleidet bei der Landtagswahl herbe Verluste, während die Grünen das beste Ergebnis in der Landesgeschichte einfahren. Im neuen rot-grünen Regierungsbündnis bleibt Kurt Beck Ministerpräsident.

18. Juli 2012: Dem Nürburgring ist das Geld ausgegangen. Die landeseigene Rennstrecke mit angrenzenden Immobilien muss Insolvenz anmelden.

30. August 2012: Ministerpräsident Beck übersteht ein von der CDU-Opposition wegen der Nürburgring-Insolvenz beantragtes Misstrauensvotum. SPD und Grüne sprechen dem mit 18 Amtsjahren dienstältesten Regierungschef in Deutschland einhellig das Vertrauen aus.

28. September 2012: Kurt Beck steht offenbar kurz vor dem Rückzug von seinen politischen Ämtern.

dapd