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Deutschland / Weltweit Erneut Angriff auf Bundeswehr in Kundus - Keine Verletzten
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11:01 09.04.2010
In der an Kundus angrenzenden Provinz Tachar griffen Taliban-Kämpfer die Polizei an.
In der an Kundus angrenzenden Provinz Tachar griffen Taliban-Kämpfer die Polizei an. Quelle: dpa
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Ein deutsches Bundeswehrfahrzeug ist bei einem erneuten Anschlag in Kundus beschädigt worden. Verletzt wurde niemand. Die Bomben seien auf der Straße zum Feldlager vermutlich ferngezündet worden. Am Karfreitag waren drei deutsche Fallschirmjäger im Unruhedistrikt Char Darah südlich von Kundus-Stadt bei einem Gefecht mit den Taliban erschossen worden.

Gouverneur Omar sagte weiter, in der Nacht zu Freitag hätten US-Sondereinheiten in Char Darah drei Taliban-Kämpfer getötet, darunter einen Mullah Gai genannten Kommandeur der Aufständischen. Zwei Aufständische seien verletzt worden. Zu den insgesamt zwei US-Operation sei es in der Nähe des Ortes gekommen, wo die Bundeswehr am Karfreitag in einen Hinterhalt geriet. In der an Kundus angrenzenden Provinz Tachar griffen Taliban-Kämpfer die Polizei an. Bei dem Gefecht in dem Ort Dar Kad seien zwei Aufständische getötet und drei Polizisten verletzt worden, sagte Tachars Polizeichef Scher Ahmad.

Militärdekan begrüßt Merkel-Teilnahme bei Trauerfeier

Der Militärseelsorger Hartwig von Schubert hat die Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Trauerfeier für die in Afghanistan erschossenen deutschen Soldaten begrüßt. „Das ist wichtig und das ist auch gut so“, sagte der Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg am Freitag im „Morgenmagazin“ des ZDF. „Denn die Soldaten sind in einem hoheitlichen Auftrag dort. Und sie sie sind für den Staat, für die Republik dort. Es ist wichtig, dass sich alle, die Verantwortung tragen, mit in die Trauergemeinde einreihen.“

Mit einer Trauerfeier im niedersächsischen Selsingen wird heute (Freitag/1400) der drei am Karfreitag nahe Kundus ums Leben gekommenen deutschen Soldaten gedacht. Neben den Familien und Freunden der Getöteten werden Kanzlerin Merkel, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in der St. Lambertikirche erwartet. Es ist das erste Mal, dass Merkel an einer Trauerfeier für im Afghanistan-Einsatz getötete Soldaten teilnimmt.

dpa

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Kehrtwende der Kanzlerin: Angela Merkel nimmt nun doch an der Trauerfeier für die drei in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten teil. Zuvor hatte die Opposition öffentlichen Druck auf die Regierungschefin ausgeübt und von Merkel gefordert, an der Zeremonie teilzunehmen.

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