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Deutschland / Weltweit Merkel zum Zitteranfall: „Ich muss damit jetzt eine Weile leben“
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Merkel zum Zitteranfall: „Ich muss damit jetzt eine Weile leben“
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15:41 10.07.2019
Bundeskanzlerin empfängt den finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne. Dabei hatte sie einen neuen Zitteranfall. Quelle: imago images / photothek
Berlin

Es war das dritte Mal innerhalb weniger Wochen: Erneut hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Zitteranfall bekommen – wieder beim Empfang eines Politikers, diesmal des finnischen Ministerpräsidenten.

Schon kurz darauf bestritt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer gesundheitliche Probleme der Kanzlerin trotz des erneuten Zitteranfalls. „Der Bundeskanzlerin geht es gut“, versicherte Demmer am Mittwoch in Berlin mehrfach.

Im Video: Kanzlerin erleidet dritten Zitteranfall in drei Wochen

Später äußerte sich Merkel selbst – auf der Pressekonferenz mit Antti Rinne.

„Ich möchte gleich zu Beginn sagen, mir geht es gut“, sagte die CDU-Politikerin. „Ich habe neulich schon gesagt, dass ich noch in einer Verarbeitungsphase der letzten militärischen Ehren mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bin. Die ist offenbar noch nicht ganz abgeschlossen.“

Aber es gibt Fortschritte, so die Kanzlerin weiter. „Ich muss jetzt eine Weile damit leben. Aber mir geht es sehr gut. Und man muss sich dann halt ausruhen.“ Zweifel an ihrer Arbeitsfähigkeit als Chefin der Bundesregierung wies sie zurück. „Ansonsten bin ich ganz fest davon überzeugt, dass ich gut leistungsfähig bin“, sagte Merkel. Weitere Fragen dazu beantwortete Merkel nicht.

Mitte Juni hatte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Nur neun Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

Der Vorfall beim Empfang Selenskyjs wurde von Merkel mit der großen Hitze und Wassermangel erklärt. Nach der Wiederholung wenige Tage später hatte Merkel lediglich gesagt: „Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.“

Im Video: Mitte Juni hatte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten heftig gezittert

Die Frage, was hinter den Zittervorfällen stecke und ob sie deswegen einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin nicht. Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. „Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.“

Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten aus Regierungskreisen berichtet, Merkels Zitteranfall bei der Ernennung Lambrechts sei psychologisch bedingt gewesen. Es sei kein gesundheitliches Problem, sondern Kopfsache. „Die Erinnerung an den Vorfall in der letzten Woche führte zu der Situation heute, also ein psychologisch-verarbeitender Prozess.“ Merkel wird in der kommenden Woche 65 Jahre alt.

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