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Deutschland / Weltweit Eine Erpressung aus Versehen?
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18:51 09.09.2013
Alles nur aus Versehen? Der Erpresser von Peer Steinbrück hat sich der Staatsanwaltschaft gestellt. Quelle: dpa
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Berlin

Zwar habe er den Brief nicht absenden wollen, aber aus Versehen habe er ihn dann doch mit anderen Briefen in die Post gegeben. Dies habe er erst nach entsprechenden Medienberichten bemerkt. Er sei dann mit einem Rechtsanwalt zur Staatsanwaltschaft gegangen.

Eine Person habe glaubhaft eingeräumt, Verfasser des Erpresser-Briefes zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft Bonn am Montag mit. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hatte ein Unbekannter der Familie Steinbrücks mit Enthüllungen über eine angeblich vor 14 Jahren illegal beschäftigte Putzfrau gedroht und gefordert, bis zum 10. September müsse Steinbrück den Rückzug von seiner Kandidatur erklären.

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Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, der Erpresser wolle erfahren haben, dass die Steinbrücks eine Frau schwarz beschäftigt hätten, die sich damals illegal in Deutschland aufgehalten habe. Gertrud Steinbrück sagte dem Blatt, ihre Mutter habe der Familie nach dem Umzug 1999 von Kiel nach Bonn "zum Einzug geschenkt, dass ihre Putzhilfe für ein halbes Jahr einmal in der Woche bei uns saubermachen soll". Dabei habe es sich um eine Philippinerin gehandelt, die mit einem Gärtner der philippinischen Botschaft verheiratet und dort auch versichert gewesen sei.

Die Zeitung zitierte Gertrud Steinbrück mit den Worten: "Ich zahlte sie für die bei mir abgeleisteten Stunden aus und rechnete das jeweils mit meiner Mutter ab." Nach Ablauf des halben Jahres habe Gertrud Steinbrück der Frau einen Arbeitsvertrag angeboten, schrieb die Zeitung weiter. Das habe die Frau aber abgelehnt, weil ihr Mann beim Botschaftsumzug nach Berlin seinen Job und die Familie damit den Aufenthaltsstatus verloren habe. Deshalb habe sie nur schwarz arbeiten können. Gertrud Steinbrück sagte dem Blatt, sie habe ihr sagen müssen, "dass ich sie natürlich nicht schwarz beschäftigen kann".

rtr