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Deutschland / Weltweit Europa und die Türkei dürfen sich nicht voneinander abwenden
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Europa und die Türkei dürfen sich nicht voneinander abwenden
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17:05 28.04.2017
Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: dpa
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Berlin

Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Merkel angesichts der kritischen Lage in der Türkei: „Insgesamt ist es im deutschen und europäischen Interesse, dass Europa und die Türkei sich nicht vollends voneinander abwenden, nicht zuletzt auch wegen der vielen Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Deutschland leben.“ Zugleich „treten wir natürlich in den deutsch-türkischen Beziehungen immer für unsere Werte ein“.

Die Frage des weiteren Fortgangs des EU-Beitrittsprozesses werde „eventuell“ am Rande des EU-Sondertreffens am Wochenende aufgerufen werden. Klar sei, dass das „äußerst kritische Votum“ der sogenannten Venedig-Kommission des Europarates zur Verfassungsänderung in der Türkei sehr ernst genommen werde. Außerdem müsse die türkische Regierung auf die Kritik der OSZE-Wahlbeobachter an der Durchführung des Referendums reagieren.

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„Im Augenblick können wir uns das schwer vorstellen“

Im Fall des in der Türkei in Haft sitzenden deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel versicherte die Kanzlerin, dass sich die Bundesregierung „weiter unablässig für seine Freilassung“ einsetze. Leider sei Yücel nicht der einzige Journalist, der im Gefängnis säße.

Zur Forderung der Türkei nach weiteren Wirtschaftshilfen meinte die Kanzlerin: „Im Augenblick können wir uns das schwer vorstellen. Das hat Bundesfinanzminister Schäuble ja deutlich gesagt.“

Von RND