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Deutschland / Weltweit Darum hat sich Christian Lindner für Linda Teuteberg entschieden
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Darum hat sich Christian Lindner für Linda Teuteberg entschieden
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15:48 17.04.2019
Der nächste Karriereschritt: Die Brandenburger FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg soll Generalsekretärin ihrer Partei werden. Quelle: Uwe Anspach/dpa
Berlin

FDP-Chef Christian Lindner macht einen entspannten Eindruck. Linda Teuteberg, für ihr offenherziges Lächeln bekannt, wirkt an diesem Mittwoch nicht ganz so locker wie sonst.

Lindner verkündet eine Personalie – und doch soll es auch mehr als eine Personalie sein. Die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Teuteberg wird der Europaspitzenkandidatin Nicola Beer als Generalsekretärin nachfolgen. Seine Absicht sei, so sagt es Lindner, „damit zugleich eine politische Botschaft zu senden und die weitere personelle Verbreiterung der Freien Demokraten voranzutreiben“.

Die Sache mit dem Vertrauen

Lindner hatte die Wahl: In der Partei gingen die meisten zuletzt davon aus, dass er sich zwischen dem Rentenexperten Johannes Vogel (36) und Teuteberg (37) entscheiden würde. Für Vogel sprach seine Erfahrung als Generalsekretär der nordrhein-westfälischen FDP – und dass Lindner schon lange mit ihm zusammenarbeitet. Der Parteichef, so ist es zu hören, tue sich schwer, zu neuen Leuten außerhalb seines innersten Zirkels Vertrauen aufzubauen.

Im Fall von Teuteberg hat er sich einen Ruck gegeben. Das halten viele für klug – hätte Vogel doch vom Typ her eine ähnliche Wählerschaft angesprochen wie Lindner. Die FDP hat ohnehin schon ein Problem damit, dass sich junge Männer besser in ihr wiederfinden als Frauen. Mit Teuteberg kann die FDP zeigen, dass sie es mit der gleichberechtigten Verteilung von Spitzenpositionen zumindest ein bisschen ernst meint. Und: Eine Brandenburgerin im Jahr mit drei Landtagswahlen im Osten zu berufen, ist auch nicht der dümmste Schachzug.

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Teuteberg, im Jahr 1981 in Königs Wusterhausen geboren und in der Nähe von Storkow aufgewachsen, hat an der Universität Potsdam Jura studiert. Den Jungen Liberalen trat sie 1998 bei. Von 2009 bis 2014 saß sie im Brandenburger Landtag, seit dem Wiedereinzug der FDP im Jahr 2017 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages.

Dass sie sich durchsetzen kann, hat Teuteberg bereits vor der Bundestagswahl 2017 bewiesen. Damals gewann sie sich bei der Listenaufstellung gegen den Landesvorsitzenden Axel Graf Bülow den Kampf um Platz eins. Ehrgeiz wird Männern meist positiv ausgelegt, Frauen teils immer noch negativ. Teuteberg weiß das. Und hat sich trotz Widerständen nie bremsen lassen.

Teuteberg will Themen setzen

Als Obfrau ihrer Fraktion im Innenausschuss und migrationspolitische Sprecherin im Bundestag hat sie sich rasch Ansehen über die Fraktionsgrenzen hinweg erarbeitet. Lindner sagt, ihn habe „der Stil beeindruckt, mit dem Linda Politik macht“. Sie zeige: Weltoffenheit stehe nicht im Widerspruch zu Konsequenz. Teuteberg macht sich dafür stark, dass Abschiebungen auch tatsächlich durchgesetzt werden.

Als Generalsekretärin will Teuteberg sich selbst, aber auch die FDP thematisch noch breiter aufstellen. So will sie unter anderem einen Schwerpunkt auf das Thema demografischer Wandel setzen – und darauf, was es für den ländlichen Raum bedeutet.

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Von Tobias Peter/RND

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