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Deutschland / Weltweit Festgehaltene Tanker: Bundesregierung solidarisiert sich mit Briten
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Festgehaltene Tanker: Bundesregierung solidarisiert sich mit Briten
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11:28 20.07.2019
Die „Stena Impero“ wird von den Iranern weiter festgehalten. Quelle: Stena Bulk/AP/dpa
Berlin

Die Bundesregierung hat die Festsetzung von zwei Handelsschiffen im Persischen Golf durch den Iran scharf verurteilt. „Dies ist ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in die zivile Schifffahrt, der eine ohnehin angespannte Lage gefährlich weiter verschärft“, heißt es in einer Pressemitteilung des Auswärtigem Amts von Samstagvormittag. „Wir fordern den Iran nachdrücklich auf, auch das zweite Schiff und seine Besatzung unverzüglich freizugeben.“

Das Ministerium von Heiko Maas (SPD) warnt vor einer Verschärfung der Krise. „Eine weitere regionale Eskalation wäre sehr gefährlich. Sie würde zudem alle laufenden Bemühungen um einen Ausweg aus der derzeitigen Krise unterminieren.“ Gleichzeitig erklärt das Amt: „In dieser ernsten Lage gilt unserer Solidarität unseren britischen Partnern.“

Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat dem Iran erneut mit ernsthaften Konsequenzen wegen der Festsetzung eines britischen Tankers gedroht. Die Aktion in der Golfregion deute darauf hin, dass der Iran einen „gefährlichen Weg des illegalen und destabilisierenden Verhaltens“ gewählt habe, schrieb Hunt am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Folgen würden deutlich sein.

Hunt sieht keine militärische Option

Militärische Optionen hatte Hunt bereits am Freitagabend ausgeschlossen. „Wir halten nach einem diplomatischen Weg Ausschau, um diese Situation zu lösen“, sagte der Minister in einem Interview des Nachrichtensenders Sky News. Wie das aber genau aussehen könnte, erläuterte Hunt nicht. Sein Ministerium gab darauf am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst keine Auskunft.

Hunt hält die Festsetzung des Schiffes für eine Reaktion auf einen Vorfall im britischen Gibraltar: Dort war Anfang Juli ein Supertanker mit Öl aus dem Iran, das für Syrien bestimmt gewesen sein soll, an die Kette gelegt worden. Die Lieferung verstoße gegen EU-Sanktionen gegen Syrien, hieß es. Der Supertanker darf mindestens bis Mitte August nicht auslaufen. Der Iran drohte daraufhin mit Konsequenzen.

Der jetzt vom Iran festgesetzte, unter britischer Flagge fahrende Öltanker „Stena Impero“ wurde in der Straße von Hormus gestoppt. Der Tanker habe internationale Vorschriften nicht beachtet, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit. Kurz darauf wurde auch der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker „Mesdar“ des britischen Unternehmens Norbulk Shipping UK in Richtung Iranabgedrängt. Inzwischen wurde die „Mesdar“ aber wieder freigegeben.

Die betroffene Region im Golf von Oman ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Ein großer Teil des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Britische Experten befürchten, dass wegen der Vorfälle die Ölpreise deutlich steigen könnten.

Von cle/RND/dpa

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