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Deutschland / Weltweit TV-Duell: Das müssen Sie wissen
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit TV-Duell: Das müssen Sie wissen
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20:15 01.09.2013
Von Imre Grimm
Lasset die Show beginnen: Um 20.30 Uhr startet das TV-Duell zwischen Kanzlerin und Herausforderin im Fernsehen. Quelle: dpa
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Berlin

Wo kann man das Duell verfolgen?
Am Sonntagabend ab 20.30 Uhr ähnelt die TV-Landschaft in Deutschland für 90 Minuten der in Nordkorea: Gleich fünf Sender übertragen das TV-Duell zeitgleich: ARD, ZDF, RTL, PRO7 und Phoenix. Wer gerade unterwegs ist und ein Radio mitnimmt, kann zudem im Deutschlandfunk live mithören.

Wie läuft das Duell ab?
Eine Auslosung hat ergeben: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück darf als Erster sprechen, dafür hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach 90 Minuten das Schlusswort. Eingeblendete Zeitkonten sollen garantieren, dass beide in etwa gleiche Redezeiten bekommen. Die vier Moderatoren wechseln sich ab.

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Welche Themen werden diskutiert?
Die Themenpalette dürfte breit gefächert sein: von Syrien, Euro-Krise und Steuerplänen über Familienpolitik sowie Miet- und Strompreise bis hin zu Pkw-Maut, der NSA-Geheimdienstaffäre und möglichen Koalitionsoptionen.

Mit wie vielen Zuschauern wird gerechnet?
Jeder zweite wahlberechtigte Bundesbürger will sich Umfragen zufolge die Politik-Schau ansehen – die tatsächliche Quote dürfte jedoch deutlich niedriger ausfallen. Gut 14 Millionen Menschen schalteten vor vier Jahren bei Merkels Duell mit Frank-Walter Steinmeier ein. Vier Jahre zuvor waren es noch knapp sieben Millionen mehr (Gerhard Schröder gegen Merkel).

Wie wird das TV-Duell im Internet diskutiert?
Bereits am Sonntagnachmittag ist der Hashtag #tvduell bei Twitter in den Trendscharts weit oben. Es ist zu erwarten, dass viele Internetnutzer das Duell am Abend auf einem "Second Screen" begleiten und die Sendung live im Social Web kommentieren.

Wie bereiten sich die Kandidaten auf das Duell vor?
Angela Merkel soll, wie schon früher, vom ehemaligen ZDF-Journalisten Alexander Niemetz gecoacht und vorbereitet werden. Sie hat sich dafür das Wochenende komplett freigenommen – auch, um ausgeruht zu sein. Rednerische Wunder darf dennoch wohl niemand erwarten. Aber wegen ihrer ausgeprägten Schlagfertigkeit ist die Kanzlerin auch nie gewählt worden. SPD-Herausforderer Peer Steinbrück lässt sich für seinen Auftritt angeblich ausgerechnet von der Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel beraten, der Lebenspartnerin von Mitmoderatorin Anne Will.

Wie ist die Ausgangslage?
Viele sehen im TV-Duell Steinbrücks letzte Chance, die Stimmung noch zu drehen. Die SPD liegt drei Wochen vor der Wahl in Umfragen bei nur rund 25 Prozent. Dennoch kommen Union und FDP momentan lediglich auf einen Prozentpunkt mehr als Rot-Grün plus Linkspartei zusammen. Steinbrück wird als Herausforderer offensiv auftreten müssen – und gleichzeitig aufpassen, dass seine Attacken auf die Kanzlerin nicht als unhöflich wahrgenommen werden. Die CDU-Vorsitzende, die in bisherigen Wahlkampfauftritten Steinbrück nicht einmal erwähnt, wird sich wahrscheinlich auch am Sonntagabend eher präsidial geben.

Was passiert nach dem Duell?
Wer hat gewonnen? Wer sah schlecht aus? Wer war besser gekleidet? Das ist immer auch Geschmackssache. Deshalb ist die Interpretation des Duells von Kommentatoren, Experten und Politikern für die politische Wirkung fast so wichtig wie das Ereignis selbst. Die Fernsehsender bieten dafür reichlich Foren: Günther Jauch bittet ab 22 Uhr im „Ersten“ zur Analyse, Marietta Slomka und Claus Kleber im ZDF, Ilka Eßmüller und Wolfram Kons auf RTL. Und Raab führt gleich selbst durch die PRO7-Sendung nach dem Duell.


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