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Deutschland / Weltweit Gauck fordert Ja zu Europa
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12:39 17.04.2012
Foto: Joachim Gauck wird bei seinem Antrittsbesuch von EU-Kommissionspräsident Barroso begrüßt.
Joachim Gauck wird bei seinem Antrittsbesuch von EU-Kommissionspräsident Barroso begrüßt. Quelle: dpa
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Brüssel

 „Angst macht kleine Augen und ein enges Herz“, sagte Gauck am Dienstag nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Allerdings seien die gegenwärtigen Probleme nicht nur eine Krise der Finanzen, sondern auch eine Vertrauenskrise. Deshalb müsse man Populisten widersprechen, die meinten, Europa habe keine Zukunft. Die europäischen Verträge hätten neue Verlässlichkeit geschaffen. Die aufgespannten Rettungsschirme würden von der Bevölkerung akzeptiert, mögliche Probleme mit dem Bundesverfassungsgericht in diesem Punkt sehe er nicht, sagte Gauck.

Auf die Frage, ob er das Ziel der „Vereinigten Staaten von Europa“ teile, äußerte sich der Bundespräsident zurückhaltend. „Wir sind noch nicht so weit“, sagte er. Dies sei eine „Zukunftsvision, die ich noch nicht zu teilen wage“. Es sei aber der richtige Weg, weitere Kompetenzen abzutreten, auch in der Außenpolitik. „Als Europa sind wir stark, als Nationalstaaten nicht mehr stark genug.“ Notwendig seien „mehr Kooperation, mehr Abstimmung, mehr Instanzenklarheit“.

Am Nachmittag reist Gauck weiter zum Europaparlament in Straßburg. Dort wird er von Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) empfangen. Es ist Gaucks zweite Auslandsreise in seiner Funktion als deutsches Staatsoberhaupt. Am ersten Tag seines Besuchs hatte Gauck am Montag Gespräche bei der Nato und der belgischen Regierung geführt.

dpa/sag