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Deutschland / Weltweit Große Trauer in Niedersachsen um getötete Soldaten
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13:32 07.04.2010
Eine Ehrenwache steht in der Kaserne in Seedorf neben den Porträts der drei gefallenen Bundeswehrsoldaten.
Eine Ehrenwache steht in der Kaserne in Seedorf neben den Porträts der drei gefallenen Bundeswehrsoldaten. Quelle: dpa
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Die Trauer um die in Afghanistan erschossenen Soldaten ist groß: Am Bundeswehr-Standort Seedorf haben bereits unzählige Menschen ihre Anteilnahme in Kondolenzbüchern bekundet. Mehrere Bücher seien schon vollgeschrieben, sagte der Sprecher der Luftlandebrigade 31, Hauptmann Björn Gornik, am Mittwoch. „Die Anteilnahme ist ungemein groß.“ Kondolenzbücher liegen sowohl in der Kaserne als auch in der St. Lambertikirche im benachbarten Selsingen aus.

Dort wird am Freitag die Trauerfeier für die drei gefallenen Fallschirmjäger abgehalten. Auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) werden dazu erwartet. Ein 35 Jahre alter Getöteter stammt aus Selsingen (Kreis Rotenburg/Wümme), ein 28-Jähriger aus Hannover und ein 25-Jähriger aus Sachsen. Die Leichen wurden inzwischen freigegeben und werden von der Gerichtsmedizin Köln zu einem Bestatter im Kreis Rotenburg gebracht.

Am Karfreitag waren bei stundenlangen Feuergefechten mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan zudem acht weitere Soldaten zum Teil schwer verletzt worden. Nach dem Tod der Männer hatte der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) Defizite in der Ausbildung kritisiert. Verteidigungsexperten forderten auch, die Ausrüstung der deutschen Einheiten in Afghanistan zu verbessern.

Zum Training der Soldaten aus Seedorf erklärte Brigade-Sprecher Gornik: „Wir haben uns seit über einem Jahr auf diesen Auslandseinsatz vorbereitet.“ Er betonte: „Man kann davon ausgehen, dass alle Soldaten und Soldatinnen, die von uns geschickt werden, auch wirklich gut ausgebildet wurden.“

Zwei Soldaten, die bei dem Gefecht schwer verletzt worden sind, geht es deutlich besser. Der Sprecher des Sanitätsführungskommandos, Oberstleutnant Ralph Adametz, sagte am Mittwoch, dass die Männer mittlerweile auf einer normalen Station des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz liegen. Der Zustand von zwei anderen Soldaten, die schwer verletzt auf der Intensivstation behandelt werden, sei unverändert stabil, sagte Adametz. Zur weiteren Dauer der Behandlung äußerte sich der Sprecher nicht. Dafür sei es noch zu früh. Die Soldaten hatten Schuss- und Splitterverletzungen erlitten.

dpa

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