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Deutschland / Weltweit Guttenberg-Fans gehen auf die Straße
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14:43 05.03.2011
Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Quelle: dpa
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Anhänger und Gegner des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) haben an diesem Samstag in mehreren deutschen Städten für seine Rückkehr demonstriert. Nach Angaben der Facebook-Gruppe „Wir wollen Guttenberg zurück“ waren Sympathie-Kundgebungen in insgesamt acht Städten angemeldet, darunter in Berlin, Hamburg, München, Köln und dem oberfränkischen Dorf Guttenberg.

Nur 150 Demonstranten in Hamburg: Es waren aber weit weniger als die von den Veranstaltern erwarteten 1000 Teilnehmer, die sich am Samstag in Hamburg zu einer Demonstration für Guttenberg versammelt haben. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei kamen lediglich rund 150 Guttenberg-Unterstützer auf dem Gänsemarkt zusammen. Begleitet wurde die Veranstaltung von Gegendemonstranten, die auf Plakaten unter anderem „Schluss mit den Doktorspielchen“ forderten.

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Spott-Demo in Berlin: Die Demonstration von vermeintlichen Anhängern von Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin hat sich zu einer ironischen Kundgebung gegen den zurückgetretenen Verteidigungsminister entwickelt. Statt der erwarteten 1000 Teilnehmer hatten sich nur ein paar Dutzend Menschen am Brandenburger Tor eingefunden. Sie trugen Plakate mit spöttischen Aufschriften wie „Gutti for Kaiser“ oder „Jetzt oder nie: Monarchie“. Einige echte Unterstützer des am Dienstag zurückgetretenen CSU-Politikers konnten sich gegen die lautstarke Spott-Demo nicht durchsetzen.

In Guttenberg für Guttenberg: In seiner oberfränkischen Heimatgemeinde Guttenberg gingen am Samstag rund 2000 Unterstützer auf die Straße, um dem 39-Jährigen ihre Solidarität zu zeigen. Unter den Demonstranten war auch sein Vater, der Dirigent Enoch zu Guttenberg. Die Kritik an seinem Sohn in der Plagiatsaffäre bezeichnete der 64-Jährige als „Menschenjagd“.

Facebook-Aktion: Guttenberg-Anhänger hatten die Aktion „Wir wollen Guttenberg zurück“ auf der Internet-Plattform „Facebook“ gestartet. Sie sprechen sich trotz der Plagiatsaffäre um Guttenbergs Doktorarbeit für ein politisches Comeback des 39-Jährigen aus. Bis Samstagmittag meldeten sich dort über 570.000 Unterstützer. Inwieweit es sich um echte „Unterstützer“ handelt, ist offen.

dpa

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.