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Deutschland / Weltweit Guttenberg will kein Star sein
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Guttenberg will kein Star sein
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17:08 18.10.2010
Gilt nicht wenigen als zukünftiger Kanzlerkandidat: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).
Gilt nicht wenigen als zukünftiger Kanzlerkandidat: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Quelle: dpad
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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wehrt sich gegen eine Überhöhung seiner Person in Politik, Medien und Öffentlichkeit. „Man darf nie das Gefühl haben, dass man im politischen Geschäft ein Star wäre, sondern man hat verdammt nochmal seine Arbeit zu machen“, sagte Guttenberg am Montag in München. „Das ist das, was die Menschen von einem erwarten, und diesen Erwartungen hat man gerecht zu werden. Man hat sich auch immer das Bewusstsein zu bewahren, dass irgendwann ganz schnell auch Schluss sein könnte.“

Guttenberg, den Besucher vor einem Termin im Landtag mit Applaus begrüßten, war gefragt worden, wie er mit dem aktuell so immens großen Zuspruch umgehe. Seit Wochen wird darüber spekuliert, ob Guttenberg im Fall einer CDU-Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im kommenden März Bundeskanzler werden könnte - auch in der aktuellen Titelstory des Magazins „Der Spiegel“.

Guttenberg selbst hatte diese Gerüchte und Spekulationen zuletzt wiederholt als bizarr bezeichnet - und wiederholte dies auch am Montag noch einmal. „Es ist wirklich eine bizarre Debatte, es ist auch absolut dummes Zeug“, sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk. „Die Menschen erwarten von der Politik, dass sie sich ihrer Themen und Themenkomplexe annimmt und nicht in Personalspekulationen verfängt.“

Guttenberg betonte zudem, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei „alles andere als durch diese Diskussion geschwächt“. „Ich glaube, sie ist insgesamt in diesem Herbst sehr gestärkt, weil sie Reformen anpackt, weil sie auch unbequeme Entscheidungen trifft“, sagte er.

CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder warnte vor einer Debatte über einen möglichen Kanzlerwechsel. „Wir müssen regieren und nicht spekulieren“, sagte Kauder der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Herr Guttenberg ist ein sehr guter Minister, aber Frau Merkel ist auch eine exzellente Kanzlerin.“

dpa