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Deutschland / Weltweit Immer mehr geben Stimme per Brief ab
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Immer mehr geben Stimme per Brief ab
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07:54 16.09.2009
Wer am 27. September verhindert ist, kann seine Stimme zur Bundestagswahl auf per Briefwahl abgeben. Quelle: ddp
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Das berichtet die „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage bei den zuständigen Wahlleitern von zehn Großstädten. Danach haben bis Montagabend je nach Stadt bis zu 20 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Das seien zum Teil bis zu einem Viertel mehr als vor vier Jahren. Am größten sei die Nachfrage in München, wo 19,7 Prozent der Wahlberechtigten einen Antrag gestellt hätten. Vor vier Jahren waren es zum vergleichbaren Zeitpunkt 14,1 Prozent. Der Landeswahlleiter rechnet bis zum Wahltag mit mehr als 25 Prozent Briefwahlanträgen.

Hinter München folgt Hamburg. Dort liege die Zahl der Anträge auf Briefwahl mit 18 Prozent 3,7 Prozentpunkte höher als 2005. In Köln wollen laut Wahlleiter bisher 17,7 Prozent per Post wählen (plus drei Prozentpunkte gegenüber 2005). In Berlin und Stuttgart hätten jeweils 16 Prozent diese Wahlmöglchkeit genutzt (plus 3,0 beziehungsweise plus 1,0). In Nürnberg wollen bisher 15,5 Prozent (plus 1,7) per Brief wählen, in Frankfurt/Main 13 Prozent (plus 0,1), in Bremen 10,6 Prozent (plus 0,8) und in Hannover 8,8 Prozent (plus 0,8). In Leipzig wird den Angaben zufolge ein Anstieg der Briefwahlanträge von 7,6 auf 8,3 Prozent verzeichnet.

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Die Landeswahlleiter begründeten die Zunahme der Briefwahl unter anderem mit wachsender Bequemlichkeit der Wähler und schnellerer Bearbeitung der Anträge in den Wahlämtern. Auch der Wahltermin spiele eine Rolle: Er stehe, anders als bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005, seit langem fest. Deshalb seien viele Wahlbenachrichtigungen früher verschickt und entsprechend Anträge auf Briefwahl früher gestellt worden.

ddp