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Deutschland / Weltweit Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reibungslos gestartet
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reibungslos gestartet
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11:50 20.03.2011
Quelle: dpa
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Rund zwei Millionen Sachsen-Anhalter sind seit Sonntagmorgen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Der Start der Abstimmung verlief nach Angaben von Landeswahlleiter Klaus Klang um 8.00 Uhr reibungslos. Ihm seien keinerlei Pannen bekannt.

Derzeit regiert in Sachsen-Anhalt eine Koalition von CDU und SPD. Laut letzten Umfragen könnte sie ihre Arbeit problemlos fortsetzen. Die SPD liebäugelt aber auch mit der Linkspartei als Bündnispartner, sollte sie selbst das Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei gewinnen. Die Wahllokale haben bis 18.00 Uhr geöffnet.

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Klang äußerte die Vermutung, die Wahlbeteiligung könnte dieses Mal höher ausfallen als 2006 mit 44,4 Prozent. „Es ist wohl überall die Zahl der Briefwähler nach oben gegangen.“ Möglich sei aber auch, dass dafür weniger Menschen am Sonntag in die Wahllokale gingen.

In Magdeburg seien rund ein Viertel mehr Stimmen per Briefwahl abgegeben worden, sagte der dortige Wahlleiter Holger Platz. Aber auch in den Wahllokalen habe sich nach seinem Eindruck am Morgen eine etwas bessere Wahlbeteiligung abgezeichnet als 2006. In der Landeshauptstadt stimmten die Bürger am Sonntag zusätzlich zur Landtagswahl auch über den Wiederaufbau einer zu DDR-Zeiten gesprengten Kirche ab. Eine erste Stichprobe zur Wahlbeteiligung gibt es um 12.00 Uhr.

In den Umfragen lag die CDU zuletzt mit 32 Prozent unangefochten vorn. Bei der Wahl 2006 erreichte sie 36,2 Prozent. Linke (2006: 24,1) und SPD (2006: 21,4) würden laut Umfragen jeweils auf 24 Prozent kommen. SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn vermied im Wahlkampf eine Koalitionsaussage. Die Grünen (2006: 3,6) könnten es diesmal ins Parlament schaffen. Die FDP (2006: 6,7) lag zuletzt bei 5 Prozent. Unklar ist, ob die rechtsextreme NPD den Einzug in das Parlament schafft.

Klar ist bisher nur, dass Sachsen-Anhalt künftig von einem neuen Ministerpräsidenten regiert wird. Denn der 75-jährige Wolfgang Böhmer tritt nicht wieder an. In seine Fußstapfen will für die CDU Wirtschaftsminister Reiner Haseloff treten.

Böhmer ging am Samstagvormittag in seiner Heimatstadt Wittenberg zusammen mit seiner Frau Brigitte Klein zur Wahl. Gut gelaunt witzelte er in seinem Wahllokal in einem Arbeitsamt über den bevorstehenden Ruhestand. Der 75-Jährige tritt aus Altersgründen nicht erneut an. Böhmer ist seit Mai 2002 Ministerpräsident. Er betonte, dass die Wahlbeteiligung besonders wichtig sei.

Der Spitzenkandidat der Linken, Wulf Gallert, ging in Magdeburg bei strahlendem Sonnenschein zur Landtagswahl. Der 47-jährige studierte Lehrer aus Havelberg gehört seit 1994 dem Landtag an, er ist Vorsitzender seiner Fraktion.

dpa