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Deutschland / Weltweit Macron will Libyen-Konflikt entschärfen
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Macron will Libyen-Konflikt entschärfen
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16:24 25.07.2017
Emmanuel Macron mit dem libyschen Ministerpräsidenten Fajis al Sarradsch. Quelle: AP
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La Celle St. Cloud

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen Vermittlungsversuch für das von Machtkämpfen zerrissene Libyen gestartet. Der Präsident traf am Dienstag zunächst mit dem Chef der von den Vereinten Nationen unterstützten Einheitsregierung, Fajes Serradsch, zusammen. Er wollte auch mit dem Kommandeur der von Ägypten unterstützten Nationalarmee, Chalifa Haftar, verhandeln. Anschließend sollte es ein gemeinsames Gespräch mit dem neuen UN-Libyengesandten Ghassan Salamé geben.

Libyen ist seit dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi zunehmend im Chaos versunken. Unter anderem gibt es zwei konkurrierende Parlamente. Schleuserbanden nutzen den Verfall staatlicher Strukturen, um Migranten über das Mittelmeer nach Italien zu schmuggeln.

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Frankreich hofft auf eine Verständigung zwischen Al-Sarradsch und Haftar sowie eine gemeinsame Erklärung. In dieser soll unter anderem festgehalten werden, dass die Krise nicht mit militärischen Mitteln zu beenden ist. Außerdem sollen die Prinzipien eines Waffenstillstands festgelegt werden. Ein Regierungsbeamter sagte, die Erklärung werde „einfach, aber konstruktiv“ sein. Al-Sarradsch und Haftar hatten schon am Montag mit französischen Experten nach einer gemeinsamen Basis gesucht.

Von RND/ap