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Deutschland / Weltweit Mehrere May-Nachfolge-Kandidaten geben früheren Drogenkonsum zu
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Mehrere May-Nachfolge-Kandidaten geben früheren Drogenkonsum zu
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15:39 08.06.2019
Michael Gove würde gerne Theresa May als Premierminister ablösen. Quelle: imago images / ZUMA Press
London

Reuige Kandidaten - aus dem möglichen Bewerberfeld um die Nachfolge der britischen Premierministerin Theresa May haben sich mehrere Rauschgiftsünder gemeldet. Umweltminister Michael Gove räumte ein, vor 20 Jahren mehrfach Kokain geschnupft zu haben. „Ich war damals ein junger Journalist. Es war ein Fehler“, sagte er der Zeitung „Daily Mail“. Er bedauere sein Verhalten zutiefst.

Gove folgte damit dem Beispiel seines Kollegen aus dem Außenministerium. Ressortchef Jeremy Hunt hat der „Times“ gestanden, in seiner Jugend auf einer Rucksacktour in Indien „Cannabis Lassi“ getrunken zu haben und Entwicklungsminister Rory Stuart beichtete dem „Daily Telegraph“, er habe vor 15 Jahren auf einer Hochzeit im Iran Opium geraucht.

Gove nicht der Einzige mit einem Drogen-Geständnis

Ex-Brexit-Minister Dominic Raab lobte Goves Aufrichtigkeit. Er werde niemanden kritisieren, der die Hand hebe und sage: „Ich habe da einen Fehler gemacht“, sagte Raab der BBC. Er hatte vor kurzem selbst eingeräumt, währen der Ausbildung Cannabis geraucht zu haben.

Mit ihrer Bußfertigkeit dürften die Kandidaten versuchen, Enthüllungen im innerparteilichen Wahlkampf zuvor zu kommen.

May hatte ihren Rücktritt als Parteichefin formell am Freitag erklärt. Nachfolgekandidaten und -kandidatinnen werden bis Montag registriert. Ab Donnerstag beginnen die Parlamentsabgeordneten der Konservativen, die Kandidaten auszusieben. Wer weniger als fünf Prozent der Stimmen bekommt, scheidet aus. Weitere Wahlrunden sind für den 18., 19. und 20. Juni geplant, sollten sie nötig sein. Bleiben nur noch zwei Kandidaten übrig, dürfen alle 160 000 konservativen Parteimitglieder in einer Urabstimmung entscheiden, wer an die Spitze der Partei und damit auch der Regierung tritt.

Von RND/AP