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Deutschland / Weltweit Militär tötet wichtigen Terror-Drahtzieher in Pakistan
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10:43 18.03.2010
Das Foto zeigt eine US-Drohne vom Typ MQ-1 Predator. Quelle: dpa
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Es handele sich um Hussein al-Yemeni, der hinter einem Selbstmordattentat auf eine CIA- Basis in Afghanistan im Dezember gesteckt haben soll. Nach Ansicht von CIA-Direktor Leon Panetta setzen die Attacken der El-Kaida- Führung erheblich zu, treiben sie weiter in die Enge und schmälern ihre Möglichkeiten, ausgefeilte Attentatspläne zu schmieden. „Wir treiben sie vor uns her“, sagte Panetta der „Washington Post“.

Al-Yemeni sei bei einem Angriff in der vergangenen Woche in Nord- Waziristan nahe der afghanischen Grenze ums Leben gekommen, teilte ein US-Regierungsbeamter am Mittwoch (Ortszeit) mit. Er soll demnach Kontakte zwischen verschiedenen Extremistengruppen geknüpft haben, unter anderem auf der arabischen Halbinsel, in Afghanistan und Pakistan. Zudem soll er ein wichtiger Mittelsmann für die Finanzierung von Anschlägen und die Rekrutierung von Mitgliedern gewesen sein. Auch galt der um die 30 Jahre alte Mann als Spezialist für bei Selbstmordkommandos eingesetzte Bomben.

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CIA-Chef Panetta sagte derweil der „Washington Post“ in einem Interview, die Operationen gegen El Kaida hätten erhebliche Wirkung auf die Struktur und Funktionstüchtigkeit der Organisation. In einer abgefangenen Botschaft habe ein hohes El-Kaida-Mitglied Osama bin Laden angefleht, seiner Gruppe zu Hilfe zu eilen und die Führung zu übernehmen. Es sei „die aggressivste Operation, an der sich die CIA in ihrer Geschichte beteiligt hat“, sagte er. „Diese Operationen stören die Aktivitäten von El Kaida ernsthaft“, betonte er. Nach den vorliegenden Geheimdienstinformationen sei es „ziemlich eindeutig, dass sie große Probleme haben, irgendein Kommando oder eine Kontrolle zusammenzubringen“, berichtete der Geheimdienstchef.

„Al-Yemeni ist der jüngste Erfolg in einer systematischen Kampagne gegen El Kaida und deren Verbündete, die ihnen die Anführer, Planer und Kämpfer raubt“, sagte der Beamte zum Schlag gegen den El-Kaida- Mann, der sich laut „Washington Post“ am 8. März ereignete. Der Zeitung zufolge war es in diesem Jahr der 22. Angriff mit einer Drohne, von der aus Raketen abgefeuert werden.

Bei dem Selbstmordanschlag auf den CIA-Stützpunkt in der afghanischen Provinz Chost, von dem aus die Flüge der unbemannten Flugkörper überwacht werden, kamen im Dezember sieben Agenten ums Leben. Er war von einem von einem Jordanier verübt worden, der von seiner Regierung als Agent angeheuert worden war, um Geheimdienstinformationen über El Kaida und die radikalislamischen Taliban zu sammeln. Tatsächlich arbeitete der Arzt die ganze Zeit im Auftrage der Extremisten. Die CIA hatte nach dem Anschlag, einem der schwersten in der Geschichte des Geheimdienstes, Rache geschworen.

dpa