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Deutschland / Weltweit Ivanka Trump ist begeistert von Angela Merkel
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Ivanka Trump ist begeistert von Angela Merkel
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18:00 16.02.2019
Ivanka Trump zeigt sich regelrecht beeindruckt von Angela Merkel. Quelle: AP
München

Das Scheitern des INF-Vertrages, der Brexit-Streit und die Uneinigkeit Europas sind nur einige Sicherheitsrisiken im Jahr 2019. Für die Münchner Sicherheitskonferenz heißt das, es gibt Vieles zu besprechen.

Denn an diesem Wochenende treffen sich mehr als 600 Politiker, hochrangige Militärs und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Organisation, um über die internationale Verteidigungspolitik zu sprechen.

Die deutsche Bundesregierung ist unter anderem durch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesaußenminister Heiko Maas und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vertreten.

Offizielle Beschlüsse soll es zwar nicht geben, allerdings wird der Sicherheitskonferenz ein hoher diplomatischer Wert zugesprochen. Die aktuelle Sicherheitslage in der Welt bietet zudem viel Zündstoff und Diskussionsbedarf.

Wichtiges rund um die 55. Münchner Sicherkonferenz im Video:

Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im Liveblog:

  • 16.02.19 18:47
    Morgen Vormittag wird der Schwerpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz auf dem Mittleren Osten und Iran liegen.

    Mit Spannung wird vor allem der Auftritt des iranischen Außenministers Mohammad Javad Zarif erwartet.

    Zarif traf sich am Samstag zu einem Gespräch mit Außenminister Heiko Maas. "Konstruktiv" sei dies verlaufen, heißt es aus Delegationskreisen. Maas habe deutlich gemacht, dass für den Erhalt des Nuklearabkommens ein Mitwirken Irans notwendig sei.

    Mal sehen, wie Außenminister Zarif am Sonntag die Sache sieht.

    Das RND-#MSC2019 Team verabschiedet sich für heute!
  • 16.02.19 18:15
    Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina beendet die Diskussionsrunde zum Sicherheitsrisiko Klimawandel mit einem eindringlichen Appell an die hoch entwickelten Industrienationen: Sie hatten die Chance, sich zu entwickeln. Ihr Land aber, so Hasina, müsse erst noch aus Armut und Hunger herausfinden. Umweltschutz falle daher vor allem in die Zuständigkeit der entwickelten Länder, so Hasina, ohne eines von ihnen beim Namen zu nennen.

    "Die Industrienationen sind verantwortlich für dieses Desaster. Sie müssen handeln", sagt Hasina. "Wenn nicht - was wird dann unsere Zukunft sein?"
  • 16.02.19 18:06
    Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth wirft aus dem Publikum die Frage nach Asyl für Klimaflüchtlinge auf. Wessen Heimat unbewohnbar wird, der solle mit einem Klimapass in ein anderes Land umsiedeln können.

    Doch die kenianische Außen-Staatssekretärin Monica Juma sieht im Konzept des Klimapasses keine Lösung. "Wir sollten uns nicht auf die Symptome fokussieren, sondern auf den Grund des Problems", sagt Juma und mahnt einen globalen Umweltschutz an.
  • 16.02.19 17:51
    Eigentlich ist jetzt die Zeit für Fragen aus dem Publikum gekommen. Aber John Kerry, Außenminister der USA von 2013 bis 2017, ergreift die Gelegenheit für ein längliches, nichtsdestotrotz leidenschaftliches Plädoyer für tatkräftigen Umweltschutz. Die Menschheit sei auf bestem Wege in eine kollektive Selbstmord-Mission, sagt der US-Demokrat.

    Kerry wettert gegen Mike Pence, der am Vormittag in München sprach: "Ich schäme mich dafür, dass unser Vize-Präsident hier eine Rede gehalten und kein einziges Mal das Wort ,Klimawandel' erwähnt hat."

    Wer glaube, dass der jetzige Zuzug aus Afrika nach Europa ein Problem sei, der werde sich schwer wundern, was geschehen wird, wenn Nordafrika nicht mehr in der Lage sein wird, Lebensmittel anzubauen, prophezeit Kerry.
  • 16.02.19 17:38
    Erstmals spielt der Klimawandel eine Hauptrolle bei der Münchner Sicherheitskonferenz. US-Senator Sheldon Whitehouse teilt gegen US-Präsident Trump aus: "Es ist nicht angebracht, dass wir einen Präsidenten haben, der Dinge sagt, die blind gegenüber dem Leid der Menschen und sachlich einfach falsch sind."

    Der Demokrat äußert die Hoffnung, dass der nun von den Demokraten geführte US-Kongress einiges in Sachen Umweltschutz auf den Weg bringen wird. Zum Beispiel mit einer CO2-Steuer. An dem Punkt ließe sich sogar mit Republikanern was machen. Wann? "Wenn die Sache mit der Mauer endlich durch sein wird."


  • 16.02.19 17:24
    Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina erzählt, wie sie nach ihrer Rückkehr von der Sicherheitskonferenz des Jahres 2015 beschloss, ganz konkrete Maßnahmen zum Schutz ihrer Bürger vor dem Klimawandel zu ergreifen. Häuser in dicht besiedelten Gebieten wurden gesichert, Flüsse wurden verbreitert und umgeleitet, Lebensmittel werden gelagert - für Menschen, die von Umsiedlungen betroffen sein werden.

    Die Regierungschefin schildert, wie abhängig ihr Land von den großen Nachbarn ist.
    Wenn Indien und China Dämme bauen und Wasser umleiten, kann das zum großen Problem für Bangladesch werden. Sheikh Hasina appelliert: "Jedes Land, ob groß oder klein, sollte wissen: Wenn es Wasser zu sich leitet, werden andere leiden."

  • 16.02.19 17:15
    Greenpeace-Chefin Bunny McDiarmid fragt ins Publikum: "Wie lange hat es gedauert, den Klimawandel hier zum Thema zu machen?" Raunen in den Sitzreihen. "Habe ich mir gedacht", sagt McDiarmid.

    Dass erst die 55. Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz auf die Idee kam, die Folgen des Klimawandels prominent aufzugreifen, sei ein Beleg dafür, dass die Sicherheits- und Verteidigungs-Community das Thema massiv unterschätze.
  • 16.02.19 17:00
    Die Diskussionsrunde zu den Sicherheitsgefahren des Klimawandels ist das weiblichste Panel dieser 55. Münchner Sicherheitskonferenz: Auf dem Podium sitzen Bangladeshs Premierministerin Sheikh Hasina, Norwegens Außenministerin Ine Eriksen Soreide, Außenstaatssekretärin Monica Juma aus Kenia und Greenpeace-Chefin Bunny McDiarmid.

    Einziger Mann in der Runde: der demokratische US-Senator Sheldon Whitehouse.

    Der Frauenanteil unter den angemeldeten Teilnehmern der Konferenz beträgt ausbaufähige 17 Prozent.
  • 16.02.19 16:55
    Ivanka Trump zeigt sich beeindruckt von Bundeskanzlerin Merkel.
  • 16.02.19 16:54
    Der Klimafolgenforscher Hans Joachim Schellnhuber hat keine gute Nachrichten für seine Zuhörer. Selbst bei Einhaltung des Pariser Klimaabkommens könne die Menschheit nicht sicher sein, dass die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts tatsächlich auf zwei Grad begrenzt werden kann.

    Schellnhuber wirft Erdkarten auf die Wand, die zeigen, wie Europa, Amerika und Asien aussähen, wenn das Polareis schmelzen würde. Allein Karten ist ein gewaltiger Schwund an Land gemein.

    Schellnhubers greift zum Ende seines Vortrags das Leitmotiv der Konferenz auf: das auseinanderfallende Puzzle. "Wenn Sie ein Puzzle zusammenfügen wollen, starten Sie vom Rand aus, vom Rahmen", sagt Schellnhuber. Der "Rahmen" - damit ist das Klima gemeint.
  • 16.02.19 16:44
    Hans Joachim Schellnhuber, der ehemalige Leiter des von ihm gegründeten Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, will das Publikum im Festsaal des Bayerischen Hofs mit wissenschaftlichen Fakten aufrütteln. Die von ihm gezeigten Grafen zur CO2-Konzentration und zur Erdtemperatur gehen steil nach oben.

    Um den schwierigen Stand der Wissenschaftler zu beschreiben, wirft der langjährige Berater von Kanzlerin Merkel eine Karikatur an die Wand: Ein Mensch im Bett, umkreist von schrillenden Weckern. "Und was tut er?", fragt Schellnhuber und antwortet: "Er greift zum Hammer und schlägt die Wecker kaputt."
  • 16.02.19 16:33
    Gleich folgt eine kleine Premiere auf der Münchner Sicherheitskonferenz: Erstmals hat es in diesem Jahr das Sicherheitsrisiko namens Klimawandel ins Hauptprogramm der Konferenz geschafft.

    Nach Angaben der Vereinten Nationen könnten in den nächsten 50 Jahren zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Menschen gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen - wegen des Klimawandels. So sei allein in den vergangenen 20 Jahren eine Verdoppelung der Naturkatastrophen zu verzeichnen gewesen.

    Wie umgehen mit Klimaflüchtlingen? Auch darum dürfte es in der gleich beginnenden Diskussionsrunde gehen. Mit dabei sind unter anderem die Premierministerin von Bangladesch, Sheikh Hasina, Außenstaatssekretärin Monica Juma aus Kenia und Greenpeace-Vizechefin Bunny McDiarmid.
  • 16.02.19 16:31
    An einen ganz anderen Prominenten wird vor dem Konferenzhotel erinnert: Mit Fotos und Blumen gedenken Michael-Jackson-Fans am Promenadeplatz seit Jahren des 2009 verstorbenen Popstars. Jackson hatte bei mehrfach in dem Luxushotel Bayerischer Hof übernachtet.
    Die Erinnerungen sind um die Statue des Renaissance-Komponisten Orlando di Lasso drapiert.
  • 16.02.19 16:05
    Eine Art Friedensdemonstration auf der Bühne: Die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson und der frühere algerische Außenminister Lakhdar Brahimi präsentieren einen Abrüstungsplan für die 14 Nuklearmächte der Welt - also vor allem für Russland, die USA, Frankreich, China, Großbritannien, Pakistan, Indien, Israel, Nordkorea.

    Sie sollten sich zu vier Maßnahmen verpflichten.

    1. Einen Ersteinsatz von Atomwaffen ausschließen

    2. Mehr Atomwaffen auf eine niedrigere Einsatzbereitschaftsstufe zurückstufen

    3. Defensiver stationieren: Über ein Viertel der Atomwaffen seien so positioniert, dass sie direkt eingesetzt werden könnten. Der Anteil müsse reduziert werden.

    4. Weniger Waffen: Die Anzahl der atomaren Gefechtsköpfe müsse von 14.500 auf 2000 reduziert werden. Die USA und Russland sollten jeweils nicht mehr als 500 Gefechtsköpfe besitzen.

    Ziel sei letztlich eine Welt ohne Atomwaffen, sagt Brahimi.

    „Die Weltuntergangsuhr steht auf zwei Minuten vor Mitternacht so wie 1953 zum letzten Mal“, warnt Robinson. „Wir müssen aufwachen.“


  • 16.02.19 15:51
    Ein Nebeneffekt der Konferenz: es gibt leere Parkplätze in der Münchner Innenstadt. Allerdings in der Sperrzone ums Konferenzhotel.
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Von RND

Es ging um mehr als Sightseeing und bayerische Schokolade: Die Tochter des US-Präsidenten besuchte die Münchner Sicherheitskonferenz mit einem ganz bestimmten Anliegen.

16.02.2019

Zwei Prozent oder nichts: US-Vizepräsident Mike Pence fordert von Deutschland höhere Rüstungsausgaben und den Verzicht auf Nordstream 2. Kanzlerin Angela Merkel lehnt beides ab - zur Freude Moskaus.

16.02.2019

Am 18. Februar vor 100 Jahren beschloss der Staatenausschuss der Weimarer Nationalversammlung Schwarz-Rot-Gold als deutsche Nationalfarben. Seitdem ringen die Deutschen um ihr Verhältnis zur Trikolore. Es schwankt zwischen Jubel und Katerstimmung. Aber warum?

16.02.2019