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Deutschland / Weltweit Nach Umfragedebakel wächst CSU-Kritik an CDU
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11:53 02.08.2010
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Quelle: dpa
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Die Umfrageergebnisse sind schlecht: Die CSU fordert Konzequenzen. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt forderte am Montag, das konservative Profil der Union müsse klar erkennbar sein.

„Ohne konservative Stammwähler kann die Union Wahlen nicht gewinnen“, warnte Dobrindt vor Beginn einer CSU- Vorstandssitzung. Parteichef Horst Seehofer sagte, er teile die Sorge seines Generalsekretärs und verwies auf die Umfragewerte unter 30 Prozent mit dem Hinweis: „Noch Fragen?“

Direkte Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel übte kein CSU- Spitzenpolitiker, dafür sprachen mehrere führende Christsoziale von einer „Gesamtaufgabe“.

„Wir erleben, dass von Berlin das Konservative eher weggestellt oder in die Ecke geschoben wird“, kritisierte Manfred Weber, der Chef der CSU-Grundsatzkommission. „Manche in der Partei haben schon vergessen, dass das Konservative zur Union gehört.“ Generalsekretär Dobrindt sagte in diesem Zusammenhang: „Der eine oder andere in der CDU muss lernen, dass die Mitte nicht am linken Spielfeldrand liegt.“

Der frühere Parteivorsitzende Erwin Huber forderte einen „Neuanfang“ der Berliner Koalition: „Das erste Jahr war negativ.“

dpa