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Deutschland / Weltweit Missbrauchsvorwürfe gegen UN-Blauhelme
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20:46 31.03.2016
Foto: UN-Blauhelme: Es gibt neue Missbrauchsvorwürfe gegen ausländische Soldaten in Zentralafrika
UN-Blauhelme sind weltweit in Krisengebieten unterwegs. Quelle: dpa/Symbolbild
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New York

UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad al-Hussein und der französische UN-Botschafter versprachen die rückhaltlose Aufklärung der Anschuldigungen. Einige Soldaten "mit dunklen Absichten" missachteten offenbar ihren Auftrag, Menschen zu schützen, erklärte Bans Sprecher Stephane Dujarric. Die UNO nehme diese "äußerst verstörenden Vorwürfe" sehr ernst, sagte UN-Menschenrechtskommissar al-Hussein.

Opfer sind Frauen und Mädchen

Es gehe um den mutmaßlichen Missbrauch und die sexuelle Ausbeutung zahlreicher Frauen und Mädchen. Frankreichs UN-Botschafter François Delattre nannte die den Soldaten zur Last gelegten Taten "empörend und abscheulich" und kündigte umfassende Ermittlungen an. Sollten sich die Vorwürfe bestätigten, würden die Verantwortlichen hart bestraft.

Die Anschuldigungen richten sich gegen französische Soldaten sowie UN-Blauhelme aus Burundi und Gabun, die zwischen 2013 und 2015 in der Region Kemo stationiert waren. Die Nichtregierungsorganisation Aids-Free World gab in einer Presseerklärung an, drei Mädchen hätten einem UN-Menschenrechtsbeauftragten berichtet, ein Kommandeur der französischen Militäreinheit Sangaris habe sie im Jahr 2014 in einem Lager gefesselt, entkleidet und dazu gezwungen, Sex mit einem Hund zu haben. Alle drei hätten später ein wenig Geld erhalten.

Frankreich hatte den Militäreinsatz Sangaris in seiner ehemaligen Kolonie im Dezember 2013 angesichts der tödlichen Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen gestartet. Seit September 2014 sind in Zentralafrika zudem Blauhelmsoldaten der UN-Truppe Minusca im Einsatz. Seit Jahresbeginn wurden bereits dutzende Fälle von Kindesmissbrauch durch Minusca-Soldaten gemeldet. Der UN-Sicherheitsrat wollte am Donnerstag bei einem Treffen hinter geschlossenen Türen in New York die neuen Vorwürfe erörtern.

afp