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Deutschland / Weltweit Noch keine Vorentscheidung über Wehrpflicht
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Noch keine Vorentscheidung über Wehrpflicht
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19:28 16.08.2010
Quelle: dpa
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Das derzeit öffentlich diskutierte Modell, das ein Aussetzen der Wehrpflicht und eine Verkleinerung der Bundeswehr von mehr als 250 000 auf 165 000 bis 170 000 Soldaten vorsieht, sei lediglich eines von mehreren Szenarien.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will seine Pläne in der kommenden Woche den Experten der Bundestagsfraktionen vorstellen. Mehrere Medien hatten am Freitag berichtet, dass er ein Modell favorisiere, nach dem die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten von rund 190 000 auf 156 000 sinken würde. Hinzu kämen 7500 Soldaten im Jahr, die freiwillig Wehrdienst leisten. Die Pflicht zum Dienst an der Waffe bliebe zwar weiterhin im Grundgesetz verankert. Es würde aber niemand mehr gegen seinen Willen eingezogen.

Die CSU will auf eine allgemeine Aufwertung der Freiwilligendienste bei einer Aussetzung der Wehrpflicht dringen. Das sei notwendig, um die durch den gleichzeitigen Wegfall des Zivildienstes entstehenden Lücken zu füllen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe in Berlin, Stefan Müller, der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). „Das wird mit Mehrkosten verbunden sein. Die Einrichtungen werden nicht in der Lage sein, diese Aufwendungen alleine zu tragen.“ Dienste wie das Freiwillige Soziale Jahr müssten daher ausgebaut und „noch attraktiver gestaltet“ werden.

dpa