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Deutschland / Weltweit Papst: Abtreibung ist kein Menschenrecht
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Papst: Abtreibung ist kein Menschenrecht
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19:22 02.02.2019
„Verrat an unserer Bestimmung“: Papst Franziskus verurteilt Abtreibungen. Quelle: dpa
Rom

Papst Franziskus gilt vielen als aufgeschlossen und progressiv. Wenn es jedoch um Schwangerschaftsabbrüche geht, rückt er kein bisschen von der althergebrachten Haltung der Katholischen Kirche ab. Franziskus hat nun davor gewarnt, Abtreibung als Menschenrecht zu begreifen.

„Das Leben willentlich in seiner Entstehung auszulöschen ist in jedem Fall ein Verrat an unserer Bestimmung“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Samstag bei einer Audienz für Vertreter verschiedener Organisationen, die sich in Italien für den Schutz des Lebens und gegen Abtreibung einsetzen. Franziskus wählte einen drastischen Vergleich: Durch die Abtreibung werde das Leben mit Konsumgütern gleichgesetzt, die verwendet oder weggeworfen werden könnten. „Wie dramatisch ist diese Vision, die leider weit verbreitet und verwurzelt ist, und die auch als Menschenrecht dargestellt wird“, fragte der Papst.

Vergleich mit Auftragsmord

Der Argentinier verurteilt Abtreibung in der Öffentlichkeit immer wieder mit klaren Worten. Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Papst Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen – und damit unter deutschen Frauenärzten mächtig Protest ausgelöst. „Ist es richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?“, fragte der Papst die auf dem Petersplatz zur Generalaudienz versammelten Gläubigen. „Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?“, fuhr er damals abweichend von seinem Predigttext fort. Aus Franziskus’ Sicht ist es ein Verbrechen, ungeborenes Leben zu töten. Für die katholische Kirche ist Abtreibung in jedem Fall eine schwere Sünde.

Lesen Sie auch: Nach der Einigung zu Paragraf 219a: Wird die Suche nach Infos über Abtreibung jetzt einfacher?

Von RND/dpa

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