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Deutschland / Weltweit Papst trifft sich mit orthodoxem Patriarchen
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11:20 30.11.2014
Foto: Papst Franziskus (Mitte) feiert mit dem Patriarchen Bartholomäus (links) das orthodoxe Andreasfest.
Papst Franziskus (Mitte) feiert mit dem Patriarchen Bartholomäus (links) das orthodoxe Andreasfest.  Quelle: Alessandro di Meo
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Istanbul

Zum Abschluss der Papst-Reise in die Türkei steht an diesem Sonntag die Ökumene im Mittelpunkt. Franziskus feiert mit dem Patriarchen Bartholomäus das orthodoxe Andreasfest und unterzeichnet abschließend eine gemeinsame Erklärung mit dem Kirchenführer. Damit endet für den Papst seine sechste Auslandsreise, bei der am Samstag in Istanbul eine katholische Messe gefeiert und erstmals seit Beginn seines Pontifikats eine Moschee besucht hatte. Als letzter Programmpunkt steht für den 77-Jährigen am frühen Nachmittag ein Treffen mit jungen Leuten an, die aus Flüchtlingsfamilien stammen.

Ein eigenes Treffen dieser Art war vom Vatikan vorab nicht geplant worden, auch sollte Franziskus nicht an die syrisch-türkische Grenze fahren, um dort Flüchtlinge zu besuchen, die dem Pontifex besonders am Herzen liegen. Der Kirchenstaat ließ jedoch von Anfang an die Möglichkeit offen, dass bei einem der Treffen Flüchtlinge dabei sein könnten. „Die junge Menschen kommen aus Flüchtlingsfamilien, sie kommen aus Syrien oder anderen Ländern in der Nähe wie dem Irak“, sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi nun.

Zuvor steht der letzte Tag der Türkei-Reise des Oberhaupts der katholischen Kirche aber ganz im Zeichen der Ökumene. Die Annäherung zwischen den beiden Kirchen steht ganz oben auf Franziskus' Prioritätenliste, mit Bartholomäus hat er sich seit seinem Amtsantritt im März vergangenen Jahres mehrmals getroffen, zuletzt im Mai in Jerusalem.

Nachdem der Patriarch den Gast aus Rom bereits am Samstag auf dem Flughafen in Istanbul in Empfang genommen hatte, trafen sich die beiden am Abend zu einem ökumenischen Gebet und einer anschließenden privaten Begegnung. Der Ehrenvorsitzende von weltweit 300 Millionen Orthodoxen bezeichnete den Besuch des Papstes als „historisches und für die Zukunft vielversprechendes Ereignis“.

Am Samstag hatte der Papst zum ersten Mal in seinem Pontifikat ein islamisches Gotteshaus besucht und in der blauen Moschee gemeinsam mit dem Imam einen Moment im Gebet verharrt. Auch die Hagia Sophia, die heute ein Museum ist und zuvor lange eine Kirche und später eine Moschee war, besuchte der Papst.

dpa