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Deutschland / Weltweit Parteien nehmen Unentschlossene ins Visier
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12:49 18.09.2013
Alle Parteien haben zwischen 30 und 35 Prozent ihrer Werbemittel aufgespart für den Schlussspurt. Quelle: dpa
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Berlin

Nun wird also auch am Sonntag gekämpft. Jetzt beginnt der ultimative Kampf im Internet, mit Plakaten, Zeitungsanzeigen und Sticheleien. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird noch am Wahlsonntag, zwischen 10 und 12 Uhr, in Bonn eine Wahlveranstaltung mit dem Lokalkandidaten Ulrich Kelber abhalten. Drei Tage am Stück will die SPD per Internet-TV am Ball bleiben. Und rot-grüne Direktschaltungen sollen eine Lagerstimmung bei Interessierten aufkommen lassen. Die Online-Experten von Union, FDP bieten Ähnliches. Begleitet wird dies mit Tausenden neuen Plakaten. Alle Parteien haben zwischen 30 und 35 Prozent ihrer Werbemittel aufgespart für den Schlussspurt. „Ich will nicht an der Beerdigung der FDP teilnehmen“, wird FDP-Mann Rainer Brüderle zitiert.

Morgen, drei Tage vor der Wahl, kommt – ein Novum im deutschen Wahlkampf – eine letzte nationale Umfrage an die Öffentlichkeit. Die meisten Parteien erwarten die Schlussansage der Meinungsforscher mit Nervosität. Die SPD erhofft sich sogar einen Schub: Unentschlossene seien mehrheitlich SPD-Sympathisanten. Das hätten die bisher 4,1 Millionen Haustürbesuche gezeigt, sagte Generalsekretärin Andrea Nahles. Die FDP zittert die morgige Schlussumfrage regelrecht als „D-Day“ herbei. Sollte der FDP eine „4“ für den Wahltag vorhergesagt werden, dann „wird nichts mehr zu retten sein“, gestand ein Präsidiumsmitglied der Liberalen. Und bei der AfD liegen die Nerven ebenfalls blank. Der Vorsitzende Bernd Lucke hatte behauptet, die Forscher von Forsa rechneten die AfD-Zahlen herunter, die Partei liege in Forsa-Rohdaten über fünf Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner erwirkte gestern eine Verfügung des Kölner Landgerichts. Lucke darf das nicht mehr behaupten. Am Sonntag, wenn die Stimmen gezählt sind, wird klar sein, ob Lucke oder Forsa recht hatten.

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