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Deutschland / Weltweit Polizei in El Salvador brachte offenbar 116 Menschen um
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Polizei in El Salvador brachte offenbar 116 Menschen um
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14:15 28.08.2019
El Salvadors Präsident Nayib Bukele. Quelle: imago images / ZUMA Press
San Salvador

Die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte hat die Polizei von El Salvador für mehr als 100 „außergerichtliche Hinrichtungen“ zwischen 2014 und 2018 verantwortlich gemacht. Im Kampf gegen Bandenkriminalität seien in diesem Zeitraum mindestens 116 Menschen „brutal ermordet“ worden, teilte die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte am Dienstag (Ortszeit) in der Hauptstadt San Salvador mit.

Staatsanwältin Raquel Caballero de Guevara sagte, ein 141-seitiger Bericht beschreibe Muster, die auf „außergerichtliche Hinrichtungen und exzessive Gewaltanwendungen“ durch die Polizei hindeuteten. In einigen Fällen seien auch Hinweise auf „Gräueltaten“ wie Folterungen gefunden worden.

Präsident will für Abhilfe sorgen

Dies müsse untersucht werden, damit die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden könnten, sagte sie. Es gebe „starke Hinweise“, dass die mutmaßlichen Bandenmitglieder nicht - wie von der Polizei behauptet - bei bewaffneten Auseinandersetzungen ums Leben gekommen seien, sondern durch „Tötungen“. Von den untersuchten Fällen seien bislang nur 19 vor Gericht verhandelt worden, nur in zwei Fällen sei es zu Verurteilungen gekommen.

Lesen Sie hier: Wie die Gewalt in El Salvador wütet

Das mittelamerikanische Land hat eine der höchsten Mordquoten der Welt. Im vergangenen Jahr gab es dort 51 Morde je 100 000 Einwohner - das waren allerdings nur halb so viele wie noch drei Jahre zuvor. Präsident Nayib Bukele, der sein Amt im Juni angetreten hat, nannte den Kampf gegen Banden und die Verringerung der Gewalt im Land als Prioritäten seiner Präsidentschaft. Die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte war im Rahmen der Friedensabkommen von 1992 gegründet worden, durch die der seit 1979 tobende Bürgerkrieg beendet werden konnte.

Lesen Sie hier: Herkunft Krimineller zu nennen, ist falsch - und doch richtig

RND/dpa

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