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Deutschland / Weltweit Prorussische Milizen erstürmen Militärbasis
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14:33 19.03.2014
Foto: Prorussische Uniformierte sind auf das Gelände des Hauptquartiers der ukrainischen Marine in Sewastopol vorgedrungen
Foto: Prorussische Uniformierte sind auf das Gelände des Hauptquartiers der ukrainischen Marine in Sewastopol vorgedrungen Quelle: dpa
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Sewastopol

Auf der Krim sind prorussische Uniformierte auf das Gelände des Hauptquartiers der ukrainischen Marine in Sewastopol vorgedrungen. Nach der Erstürmung der ukrainischen Marinebasis auf der Krim durch prorussische Milizen haben die ukrainischen Soldaten am Mittwoch das Gebäude verlassen. Das berichteten AFP-Reporter aus Sewastopol. An der Stelle, an der zuvor eine ukrainische Flagge hing, hissten die Besetzer die russische Fahne. Mitglieder der "Selbstverteidigungskräfte" hätten die ukrainischen Offiziere herausgeleitet, berichtete das örtliche Internetportal sevastopol.su am Mittwoch. Es habe keine Verletzten gegeben.

Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Die moskautreue Krim-Führung hatte die ukrainischen Soldaten auf der Halbinsel zum Seitenwechsel aufgefordert. Der Oberkommandeur der in Sewastopol stationierten russischen Schwarzmeerflotte, Alexander Witko, verhandelte über eine friedliche Übergabe des Hauptquartiers. Nach dem Ende der Gespräche habe er einen Kommentar verweigert, meldete die Agentur Interfax. Dutzende zum Teil Maskierte hissten zu den Klängen der russischen Nationalhymne auf dem Gelände die russische Flagge. Davor war eine Menschenmenge. Medien in Kiew berichteten, unter den Angreifern seien auch Frauen.

Einstimmige Entscheidung

Zuvor hatte das ukrainische Verteidigungsministerium die Erlaubnis zum Waffeneinsatz zur Selbstverteidigung erteilt. Moskau vollzieht nach Unterzeichnung des umstrittenen Vertrags über den Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel die nächsten Schritte. Das russische Verfassungsgericht hat den Vertrag über den Anschluss der Krim gebilligt. Das Dokument sei mit der russischen Verfassung konform, sagte Gerichtspräsident Waleri Sorkin am Mittwoch in St. Petersburg der Agentur Interfax zufolge nach der nicht-öffentlichen Sitzung. "Die Entscheidung ist einstimmig getroffen worden", sagte Sorkin. Präsident Wladimir Putin hatte den Vertrag zur Prüfung beim Gericht eingereicht. Nun müssen noch die Staatsduma und der Föderationsrat das am Vortag von Putin und der prorussischen Krim-Führung in Moskau unterzeichnete Dokument ratifizieren.

Die Ukraine, zu der die Krim völkerrechtlich gehört, sowie der Westen werfen Russland einen eklatanten Bruch internationalen Rechts vor. Die EU und die USA wollen ihre Sanktionen weiter verschärfen. Medien zufolge will Russland den Anschluss der Krim noch in dieser Woche juristisch abschließen.

dpa/afp

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