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Deutschland / Weltweit Verfassungsschützer halten „Combat 18“-Video für echt
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Verfassungsschützer halten „Combat 18“-Video für echt
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13:44 28.06.2019
2003 sichergestellte Waffen und ein Schild der kriminellen Neonazi-Gruppe «Combat 18» im schleswig-holsteinischen Landeskriminalamt (LKA). Quelle: Horst Pfeiffer/dpa
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Düsseldorf

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hat ein Video des Neonazi-Netzwerks „Combat 18“ als echt eingestuft, in dem sich die Gruppe vom mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU), Stephan E., distanziert. Das teilte ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums am Freitag auf Anfrage mit.

Eine mit Sturmhaube, Handschuhen und dunkler Kleidung verhüllte Person erklärt darin mit verfremdeter Stimme, es handele sich um „eine Klarstellung von ’Combat 18’“. Ein Medienbericht, wonach sich der Verdächtige im Mordfall Lübcke in den Reihen von „Combat 18“ bewegt haben soll, sei falsch. Es war allerdings bereits zuvor bekannt geworden, dass der Medienbericht auf einer Verwechselung beruhen könnte.

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Angesichts der Äußerung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), ein Verbot rechtsextremer Gruppen zu prüfen, wolle „Combat 18“ auf diese Weise offenbar möglichen Verbotsgründen entgegentreten, sagte der Sprecher.

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Zugleich solle laut NRW-Verfassungsschutz mit dem Video ein darin genannter Journalist eingeschüchtert werden, der 2018 intensiv zu „Combat 18“ recherchiert habe. Die rechtsextremistische Szene fühle sich durch seine investigativen Recherchen massiv gestört.

Bei „Combat 18“ handelt es sich den Angaben zufolge um eine bundesweit agierende rechtsextremistische Gruppierung mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen (Dortmund), Hessen und Thüringen. In NRW rechne man der Gruppierung weniger als zehn Personen zu, sagte der Sprecher.

Gruppe verhält sich konspirativ

„Combat 18“ verhalte sich grundsätzlich konspirativ und trete nur selten durch öffentliche Aktivitäten in Erscheinung. Bei den Anhängern sei von einer Waffenaffinität und individuellen Gewaltbereitschaft auszugehen.

Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke bedauert nach eigenen Angaben die Tat, berichtet „Der Spiegel“. Der Mord sei „ein Fehler" gewesen, soll Stephan E. in seinem Geständnis gesagt haben.

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Von RND/dpa