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Deutschland / Weltweit Ruhani als neuer Präsidenten bestätigt
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Ruhani als neuer Präsidenten bestätigt
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16:35 03.08.2013
Ruhani ist nun offizieller Präsident des Iran. Das Volk und der Westen setzen große Hoffnungen in ihn. Quelle: dpa
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Teheran

Irans neuer Präsident Hassan Ruhani ist am Samstag offiziell in sein Amt eingeführt worden. Die Verfassung sieht vor, dass zunächst der oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei, den Präsidenten bestätigt.

„Das iranische Volk hat erneut den Weg der Demokratie fortgesetzt und auch diesmal erneut dem islamischen Establishment sein Vertrauen ausgesprochen“, sagte Chamenei am Samstag. Ruhani sei „eine anerkannte Persönlichkeit“, die die Ziele des Systems verwirklichen werde. Mit einem Kuss auf die Stirn überreichte Chamenei Ruhani die amtliche Akkreditierung.

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Ruhani betonte: „Das Land muss den radikalen Kurs vermeiden und einen moderaten einschlagen, denn nur ein moderater Kurs führt uns zu Wohlstand und Fortschritt.“ Seine Aufgabe sei es, die Hoffnungen der Menschen nicht zu enttäuschen. Ihnen werde er „politische und wirtschaftliche Stabilität und ein besseres Leben in Freiheit und in einem Rechtsstaat“ ermöglichen. „Ich werde immer ehrlich sein, aber ich kann auch nicht alles kurzfristig umsetzen“, sagte der moderate Kleriker.

„Das Volk hat die Notwendigkeiten der Zeit erkannt und dementsprechend gewählt“, sagte Ruhani. Iran sollte nach seiner Auffassung außenpolitisch neue Ziele verfolgen, damit Isolierung und Sanktionen ein Ende fänden. Er rief seine Landsleute dazu auf, jenseits politischer Differenzen an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. Alle sollten der Regierung dabei helfen, die Interessen des Landes zu verwirklichen. „Lasst uns der Welt das wahre Gesicht des Irans und des Islams zeigen“, sagte Ruhani am Ende seiner Rede.

Nach der Zeremonie sollte Mahmud Ahmadinedschad nach acht Jahren Amtszeit das Präsidialamt räumen und seinem Nachfolger übergeben. Ruhani wird dann am Sonntagnachmittag vor dem Parlament in Teheran vereidigt. Der Kleriker hatte nach seinem Wahlsieg am 14. Juni eine radikale Kursänderung versprochen. Dabei wollte er in erster Linie die zwei Hauptprobleme des Landes, die Wirtschaftskrise und internationale Isolierung, angehen.

dpa

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