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Deutschland / Weltweit Sägt Martin Schulz am Stuhl von Andrea Nahles?
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16:56 24.05.2019
Da geht es lang: SPD-Chefin Andrea Nahles hat Martin Schulz im Verdacht, sie an der Spitze der Bundestagsfraktion ablösen zu wollen. Quelle: dpa
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Berlin

Bei der Europa- und Bremenwahl droht der SPD ein Desaster. Die Nerven liegen schon jetzt blank. Kommt es am Wahlabend knüppeldick, müsste Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles wohl um ihre Ämter fürchten.

Schon seit geraumer Zeit wabern durch Berlin Gerüchte über eine Ablösung der SPD-Politikerin. Das Neuste: Der frühere Parteichef Martin Schulz sondiere die Lage und sei dafür von Nahles zur Rede gestellt worden. So zumindest berichtet es der „Spiegel“.

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Das Magazin will von einem vertraulichen Treffen zwischen Nahles und Schulz erfahren haben. In einem Vieraugengespräch Ende vergangener Woche solle Nahles ihren Vorgänger als Parteichef zur Rede gestellt haben: Sie höre, er wolle sie an der Fraktionsspitze ablösen, soll Nahles laut Spiegel dabei gesagt haben.

Schulz sieht seine Konkurrentin Nahles eher im Arbeitsministerium

Schulz soll bei dem Gespräch akute Putschpläne bestritten haben, nicht aber seine grundsätzlichen Überlegungen. Er habe im Gespräch mit Nahles ein Szenario entworfen, heißt es, wonach sie wieder das Arbeitsministerium übernehmen könnte, um öffentlich mit einem klaren Thema punkten zu können.

Schulz hatte laut dem Spiegel-Bericht zuvor in zahlreichen Gesprächen seine Chancen sondiert. Dabei soll er betont haben, er wolle nicht gegen Nahles antreten, sondern sich nur dann um das Amt des Fraktionsvorsitzenden bewerben, wenn Nahles den Posten abgeben sollte.

Regulär muss sich Nahles Ende September in der Fraktion zur Wiederwahl stellen. Allerdings wird in der Partei gemutmaßt, dass sich im Fall herber Niederlagen bei den Wahlen zum Europaparlament und zur Bürgerschaft in Bremen die Führungsfrage schneller stellen könnte.

Seit Wochen kursieren neben Schulz die Namen mehrerer möglicher Nachfolger an der Fraktionsspitze, darunter Arbeitsminister Hubertus Heil, Generalsekretär Lars Klingbeil und der nordrhein-westfälische Abgeordnete Achim Post.

Von RND/ngo

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