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Deutschland / Weltweit SPD plant weltweite Finanzmarktsteuer
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit SPD plant weltweite Finanzmarktsteuer
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07:33 11.09.2009
Will die Kosten der Wirtschaftskrise den Verursachern aufbrummen: Frank-Walter Steinmeier (SPD). Quelle: ddp
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Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) sagten der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe), auch in der Wirtschaft müsse das Verursacherprinzip gelten. „Die Kosten der Krise dürfen am Ende nicht allein bei kleinen und mittleren Steuerzahlern hängenbleiben“, betonte Steinmeier. Steinbrück sagte, das „Komasaufen“ auf den Finanzmärkten müsse beendet werden.

Die Höhe der Steuerlast solle sich nach dem Wert der verkauften Papiere richten, das globale Aufkommen dieser Art Umsatzsteuer könnte im dreistelligen Milliardenbereich liegen. Steinbrück kündigte an, die Idee auch beim bevorstehenden Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer zur Sprache zu bringen. Das Thema einer „gerechten Lastenverteilung“ zwischen Banken und Steuerzahlern gehöre auf die Tagesordnung des Gipfels in Pittsburgh. Zudem müssten alle G20-Staaten die Einführung einer Finanzmarktsteuer mitmachen, da sonst die Banken einfach ihre Aktivitäten vom einen ins andere Land verlegen könnten.

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ddp