Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Schäuble will Zugang zu Waffen erschweren
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Schäuble will Zugang zu Waffen erschweren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 09.04.2009
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU. Quelle: Michael Kappeler/afp
Anzeige

Das sagte Schäuble der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag. Bei Kurzwaffen wie Pistolen und Revolvern will er zudem erreichen, „dass nur noch der Berechtigte selbst mit ihnen schießen kann“. Darüber habe er „mit den Ländern wie auch mit den Sportschützen und Jägern intensive Gespräche aufgenommen“. Eventuell erforderliche Gesetzesänderungen sollten „noch in dieser Wahlperiode erfolgen“.

Nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und dann sich selbst erschossen hatte, war der Ruf nach schärferen Waffengesetzen laut geworden.

Anzeige

Die Union will Auflagen für den Schießsport prüfen. Es müsse darüber diskutieret werden, „ob die Vereine nicht auf das großkalibrige Schießen verzichten können“, sagte der CDU-Innenexperte Reinhard Grindel der „Frankfurter Rundschau“ vom Donnerstag. Bei einem geplanten Treffen der Unions-Bundestagsfraktion mit Schützenvereinen und Jägern müsse daher auch über mögliche Beschränkungen für großkalibrige Schusswaffen gesprochen werden.

Die Grünen forderten hingegen ein generelles Verbot scharfer Waffen im Schießsport. „Sportschützen können ihren Sport mit Luftgewehren oder anderen Waffen ausüben, die weniger gefährlich sind“, sagte Parteichefin Claudia Roth der „Frankfurter Rundschau“. Die Gesellschaft müsse auch nicht tolerieren, „dass Waffenfetischisten riesige private Waffenarsenale auftürmen. Deshalb sollte es ein Verbot von scharfen Schusswaffen für Sportschützen und Sammler geben.“

afp