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Deutschland / Weltweit Selbstmordanschlag reißt 15 Menschen in den Tod
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17:29 13.07.2017
Kameruns Bürger mussten erneut ein Attentat verkraften. Quelle: AFP
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Jaunde

Kamerun wurde erneut von einem Attentat heimgesucht. Zwei Selbstmordattentäterinnen haben am Mittwochabend mindestens 13 Menschen getötet. Darunter seien mindestens vier Kinder, sagte der Provinzgouverneur der Region Hoher Norden, Midjiyawa Bakary. Bei dem Anschlag in der nördlichen Stadt Waza nahe der Grenze zu Nigeria seien zudem 43 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Demnach sprengten sich zwei Frauen in der Nähe eines Restaurants in die Luft. Wer für die Anschläge verantwortlich war, war zunächst unklar. Die Region grenzt an den Nordosten Nigerias, wo die islamistische Terrormiliz Boko Haram ihr Unwesen treibt. Die Gruppe greift auch immer wieder Ziele in Kamerun an. Zudem weist das Attentat selbst die Handschrift der Boko Haram auf.

Insbesondere der Norden des zentralafrikanischen Staats stand in den letzten Jahren oft im Fokus der Islamistengruppe. Die Vorgehensweise der Selbstmordattentäter an öffentlichen Plätzen riss in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen in den Tod. Die einwohnerstarken Orte Bodo und Maroua waren verstärkt Ziele der Boko Haram.

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Kamerun beteiligt sich an einer regionalen Militärkoalition gegen Boko Haram. Die Terrormiliz kämpft seit dem Jahr 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im Norden Nigerias. Dabei wurden mindestens 17.000 Menschen getötet und mehr als 2,5 Millionen aus ihren Häusern vertrieben.

Von RND/krö/dpa