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Deutschland / Weltweit Steinbrück lehnt große Koalition ohne Neuwahl ab
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Steinbrück lehnt große Koalition ohne Neuwahl ab
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12:10 04.12.2011
Peer Steinbrück schließt eine große Koalition ohne Neuwahlen aus. Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Das sagte Steinbrück der „Bild am Sonntag“. „Wenn die schwarz-gelbe Liebesheirat scheitert und einen Scheidungsanwalt braucht, dann ist das der deutsche Wähler. Dann wird es Neuwahlen geben müssen“, bekräftigte der SPD-Politiker, der als Kanzlerkandidat der SPD gehandelt wird. „Die SPD wird in ein Kabinett Merkel nicht eintreten. Das ist Konsens.“

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) lobte ausdrücklich die Vorzüge einer großen Koalition. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ versicherte der CDU-Politiker zwar, dass er die schwarz-gelbe Koalition der Vorgängerregierung aus Union und SPD vorziehe. „Aber zwei Partner, die fast gleich groß sind, arbeiten leichter zusammen als ein großer mit einem kleinen.“ Das liege daran, dass zwei gleichgroße Partner fast immer Kompromisse irgendwo in der Mitte fänden.

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De Maizière ließ durchblicken, dass er ein Problem im Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl 2009 sieht: „Besonders schwierig wird es, wenn der kleine Partner 14 Prozent bei der Wahl bekommen hat und das für vollkommen angemessen hält, der große dagegen sieben bis acht Prozent für richtig gehalten und den Rest der Stimmen lieber selbst gehabt hätte.“

dpa