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Deutschland / Weltweit Strauss-Kahn räumt „dummen Sex-Kontakt“ ein
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Strauss-Kahn räumt „dummen Sex-Kontakt“ ein
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16:48 01.12.2011
Der gestrauchelte Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn beim Prozess in New York. Quelle: dpa
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Paris

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn (62) bekennt sich in einem Buch erstmals konkret zu seiner Sex-Affäre in einem New Yorker Hotel. Er gesteht nach Angaben der Internetausgabe der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ vom Donnerstag einen „einvernehmlichen, aber dummen Sex-Kontakt“ mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo am 14. Mai dieses Jahres. Diese unselige Angelegenheit habe schwerwiegende Folgen gehabt, heißt es in dem Buch mit dem Titel „Affäre DSK - die Gegenuntersuchung“.

Autor ist Strauss-Kahns Biograf und treuer Parteigänger Michel Taubmann. Das Buch ist an diesem Donnerstag in Frankreich erschienen. Nach Taubmanns Beschreibung der Szene im Hotelzimmer habe das Zimmermädchen Strauss-Kahn „im Adamskostüm“ einen „suggestiven Blick“ zugeworfen. Diesen Blick habe Strauss-Kahn als „Aufforderung“ interpretiert.

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Taubmann greift auch die kursierende Komplott-Theorie gegen den Politiker Strauss-Kahn auf. Die Sex-Episode mit Diallo sei inszeniert worden, um den Hoffnungsträger der Sozialisten für das Präsidentenamt in Frankreich aus dem Rennen zu werfen, sagte der Autor im französischen Rundfunksender France-Info. Die Anwälte des Zimmermädchens wiesen die Vorwürfe auf dpa-Anfrage zurück:
Strauss-Kahns absurde Behauptungen sind komplett erfunden. Wir freuen uns darauf, ihn vor Gericht zu den kranken und gestörten Taten zu befragen, die er gegen Frau Diallo ausgeübt hat.“

Als Beweis der Komplott-Theorie führt Taubmann das Verschwinden von Strauss-Kahns Blackberry mit vertraulichen Nachrichten an, das angeblich gestohlen worden sei. Er behauptet, das Zimmermädchen habe durchaus Strauss-Kahns Computerhandy stehlen können, das angeblich bis zum heutigen Tag verschwunden ist. Nachweise dafür liefert er keine. Strauss-Kahn soll festgestellt haben, dass seine Mailbox abgehört worden sei. Die mysteriösen Informationen sollen hohen Vertretern der Regierungspartei UMP in die Hände gespielt worden seien, behauptet der Autor weiter.

Als Folge der Vergewaltigungsvorwürfe in den USA war Strauss-Kahn von seinem Posten als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten. Begraben hat er auch seine Hoffnung, als aussichtsreichster Kandidat der Sozialisten gegen Präsident Nicolas Sarkozy im Präsidentenwahlkampf anzutreten.

frx/dpa

Stefan Koch 01.12.2011