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Deutschland / Weltweit Sudetendeutsche erwarten Seehofer-Rede
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Sudetendeutsche erwarten Seehofer-Rede
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09:42 08.06.2014
Mit Spannung erwarten die Sudetendeutsche am Pfingstsonntag die Rede ihres Schirmherrn, des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Quelle: dpa
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Augsburg

Seehofer ist amtierender Schirmherr der Sudetendeutschen, denn vor 60 Jahren hatte der Freistaat offiziell die Schirmherrschaft für die Volksgruppe übernommen. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem heutigen Tschechien vertrieben worden.

Bayern will künftig an das Schicksal der Sudetendeutschen besonders erinnern. Am 14. September ist der erste bayerische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation geplant.

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Stichwort: Sudetendeutsche

Als Sudetendeutsche werden die ehemaligen deutschsprachigen Einwohner des Sudetenlandes bezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich von dem rund 330 Kilometer langen Gebirgszug der Sudeten ab, der sich in Tschechien durch die Regionen Böhmen, Mähren und Schlesien zieht. Der Name Sudetendeutsche setzte sich im 20. Jahrhundert als Sammelbegriff für die rund drei Millionen Deutschen in der früheren Tschechoslowakei durch. Ihre Vorfahren waren im 12. und 13. Jahrhundert im Zuge der deutschen Ostsiedlung aus dem heutigen Bayern, aus Sachsen, Schlesien und Österreich in die Grenzgebiete Böhmens und Mährens eingewandert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden nach Berechnungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft weit mehr als zwei Millionen Sudetendeutsche vertrieben. Strittig ist unter Historikern, wie viele dabei ums Leben kamen. Die Landsmannschaft geht von 270.000 Opfern aus, andere schätzen die Zahl auf rund 40 000.

dpa

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