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Deutschland / Weltweit Totgeglaubter IS-Kämpfer klagt auf Rückholung
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12:38 25.06.2019
Soldaten einer irakischen Spezialeinheit verhaften einen IS-Kämpfer. Quelle: Khalid Mohammed/AP/dpa
Berlin

Fabian G. war 2014 mit seinem jüngeren Bruder aus dem hessischen Kassel nach Syrien gereist, um sich dort der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ anzuschließen.

Dem Vater des heute 26-jährigen wurde zwei Jahre später vom Staatsschutz der Tod seines Sohnes mitgeteilt. Laut Informationen, die der Zeitung „Die Welt“ vorliegen, haben nun Anwälte von Fabian G. am Verwaltungsgericht in Berlin eine Klage eingereicht. In dieser verlangen sie von der Bundesrepublik eine Rückholung ihres Mandanten.

Die Anwälte Seda Basay-Yildiz und Ali Aydin verweisen auf einen ungeschriebenen Verfassungsgrundsatz, der ein „Schutz- und Treueverhältnis“, zwischen der Bundesrepublik und ihren Staatsangehörigen festschreibe. Diesem müsse der Staat nun nachkommen, zumal ihrem Mandanten in Gefangenenlagern in Syrien oder dem Irak Lebensgefahr drohe.

Vater identifizierte älteren Sohn in Nord-Syrien

Der Vater des inhaftierten IS-Kämpfers kritisierte die Untätigkeit des Deutschen Staates. Er reiste nach eigenen Angaben im Frühjahr dieses Jahres in ein Gefangenenlager der kurdischen Miliz YPG in Nord-Syrien, wo er seinen älteren Sohn aus der Distanz identifizieren konnte.

Wo sich sein jüngerer Sohn aufhält wisse er nicht. „Am liebsten hätte es der deutsche Staat, wenn meine Kinder und die anderen Islamisten einfach für immer verschwinden.“

Am Verwaltungsgericht in Berlin ist bereits eine weitere Klage auf Rückholung eingegangen, wie der Sprecher sagte. Darin geht es um einen deutschen IS-Kämpfer, der im Irak festsitzt. Insgesamt gehen die deutschen Behörden von 118 IS-Kämpfern aus, die in ausländischen Gefängnissen sitzen.

Lesen Sie mehr: Rückkehr von IS-Kämpfern: Wie funktioniert das?

Von RND/eti

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