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Deutschland / Weltweit Terror-Verdächtige mit Verbindungen zum IS in Sydney festgenommen
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Terror-Verdächtige mit Verbindungen zum IS in Sydney festgenommen
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13:34 02.07.2019
Nicht der erste Terrorverdacht. Die Polizei durchsuchte bereits 2017 Wohnungen mutmaßlicher Terroristen, die ein Flugzeug sprengen wollten. Quelle: Julian Drape/AAP/dpa
Canberra

Drei Männer sind in Australien wegen eines mutmaßlichen Anschlagsplans gegen Ziele in Sydney wie Polizeigebäude, Gerichte, Kirchen und diplomatische Vertretungen festgenommen worden.

Ian McCartney von der australischen Bundespolizei sagte am Dienstag, ein 20-jähriger Verdächtiger werde voraussichtlich wegen Vorbereitung für einen Terrorakt angeklagt. Ihm werde voraussichtlich auch zur Last gelegt, vorgehabt zu haben, für feindliche Aktivitäten im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat nach Afghanistan einzureisen.

Laut McCartney war der geplante Terroranschlag der 16., der von der Polizei in Australien seit der Erhöhung der Terrorgefahrenstufe im September 2014 vereitelt wurde. Der Plan sei noch nicht weit fortgeschritten gewesen, die Männer hätten noch keine Schusswaffen oder Sprengstoff erworben.

Verdächtiger auch im Libanon und Afghanistan vernetzt

Der 20-jährige Verdächtige könnte im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe bekommen. Seit seiner Rückkehr nach Sydney aus dem Libanon sei der Verdächtige ein Jahr lang von der Polizei beobachtet worden, teilte McCartney mit. Er sei auch der libanesischen Polizei bekannt gewesen und habe in Afghanistan an einem separaten Anschlag teilnehmen wollen.

Ein 23-jähriger Verdächtiger wird voraussichtlich angeklagt, Mitglied in einer Terrororganisation zu sein. Die Haftstrafe könnte bei zehn Jahren liegen. Die gleiche Strafe könnte gegen einen 30-jährigen Mann angewandt werden, der wegen Erlangens finanzieller Vorteile durch Betrug angeklagt werden soll.

Der australische Innenminister Peter Dutton sagte, die drei Bewohner von Sydney hätten sich kennengelernt, indem sie im Internet extremistische Ansichten geteilt hätten.

16 Terroranschläge in den letzten fünf Jahren vereitelt

Dutton zufolge zeigt der Fall, dass Australien Anordnungen zum temporären Ausschluss von Staatsbürgern wie Großbritannien braucht. Die Regierung dürfte am Donnerstag im Parlament einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem ein australischer Staatsbürger für bis zu zwei Jahre an der Rückkehr nach Australien gehindert werden könnte, wenn er als Bedrohung angesehen wird.

„Wir haben offensichtlich eine sehr ernsthafte Bedrohung in diesem Land“, sagte Dutton. Dass 16 Terroranschläge vereitelt worden seien, „sagt der australischen Öffentlichkeit, dass diese Bedrohung nicht zurückgegangen ist, sie nicht weg geht und sie aktuell bleibt“, gab Dutton zu Bedenken.

Der Islamische Staat baut nach Angaben aus Sicherheitskreisen seine Präsenz in den Bergen im Nordosten von Afghanistan aus. Die Terrormiliz plane Anschläge gegen die USA und andere westliche Länder. Aus US-Geheimdienstkreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AP, dass jüngere Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul „Proben“ für größere Anschläge in Europa und den USA gewesen seien.

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Von RND/dpa/eti

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