Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Thunberg trifft Obama: “Du und ich, wir sind ein Team”
Nachrichten Politik Deutschland / Weltweit Thunberg trifft Obama: “Du und ich, wir sind ein Team”
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:03 18.09.2019
Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg wird von Barack Obama, früherer US-Präsident, verabschiedet. Sie hat in ihm einen Fan gefunden: "Du und ich, wir sind ein Team", sagte Obama bei einem Treffen mit der 16-Jährigen. Quelle: The Obama Foundation/dpa
Washington

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat im früheren US-Präsidenten Barack Obama einen Fan gefunden: "Du und ich, wir sind ein Team", sagte Obama bei einem Treffen mit der 16-Jährigen, wie aus einem von der Obama-Stiftung am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Video zu sehen ist. Thunberg bedankte sich, dass Obama sich Zeit genommen habe. "Selbstverständlich", antwortete Obama. "Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, Dich bei uns zu haben." Am Ende des Videos fragt Obama: "Kennst Du Fist Bumping?" Dann schlagen beide ihre Fäuste gegeneinander.

In einer Mitteilung Obamas heißt es, aus Thunbergs wöchentlichen Schulstreiks für Klimaschutz sei "eine weltweite Bewegung von Millionen junger Menschen" geworden. "Das ist die Macht junger Menschen - sie haben keine Angst zu glauben, dass Veränderung möglich ist." Thunberg verkörpere daher, warum er und Michelle Obama ihre Stiftung gegründet hätten. Die Stiftung teilte mit, das Treffen habe am Montag stattgefunden. Zum Ort machte sie keine Angaben. Thunberg hielt sich am Montag und Dienstag in Washington auf.

Obama spricht sich für entschiedeneres Eintreten gegen Klimawandel aus

Während Obama sich für ein entschiedeneres Eintreten gegen den Klimawandel ausspricht, äußert sein Amtsnachfolger Donald Trump immer wieder Zweifel daran, dass dieser vom Menschen verursacht werde. Thunberg hatte vor ihrer Reise in die Vereinigten Staaten in einem Interview gesagt, sie würde ihre Zeit nicht mit einem Treffen mit US-Präsident Trump "verschwenden" wollen. Von Trumps Seite stand eine solche Zusammenkunft allerdings auch nie zur Debatte.

Greta Thunberg trifft Barack Obama

Thunberg hat ihren Protest in alle Welt getragen und ist vor etwas mehr als zwei Wochen in den USA angekommen. Vergangenen Freitag forderte sie vor dem Weißen Haus in Washington mit mehreren Hundert Kindern und Jugendlichen mehr Klimaschutz. Am Montag wurden sie und die Protestbewegung Fridays For Future mit dem wichtigsten Preis von Amnesty International ausgezeichnet.

An diesem Mittwoch wird sie gemeinsam mit anderen Klima-Aktivisten bei einer Anhörung eines Unterausschusses des Repräsentantenhauses erwartet. Am kommenden Freitag will sie in New York am globalen Klimastreik der Bewegung Fridays For Future teilnehmen.

Ich weiß ja, dass ihr es versucht - aber nicht hart genug. Sorry.

Klima-Aktivistin Greta Thunberg

Thunberg hat die Mitglieder des US-Kongresses gleichzeitig unverblümt zu mehr Engagement gegen den Klimawandel ermahnt. "Ich weiß ja, dass ihr es versucht - aber nicht hart genug. Sorry", sagte die 16-Jährige in einer Forumsdiskussion demokratischen Senatoren im Kapitol in Washington. Der Senator von Massachusetts Ed Markey dankte Thunberg für ihren Rat und ihren Einsatz, der mit von ihr initiierten Schulstreiks weltweit für Furore sorgte.

Lesen Sie auch: Menschenrechtspreis für Greta Thunberg

Die Schwedin und andere Jungaktivisten brächten "moralische Klarheit" in den Kampf gegen die globale Erwärmung, lobte Markey, und: "Wir hören euch zu." Er und seine Kollegen würden ihre Anstrengungen "verdoppeln, damit sichergestellt sei, dass dieses Thema in die Politik dieses Gebäudes und dieses Landes eingespeist ist, denn die Zeit drängt." Markey und andere Kongressabgeordnete priesen Thunberg zudem als eine "Supermacht", deren Aktivismus eine leidenschaftliche Anhängerschaft von Kindern angezogen habe, die den Älteren nun den Marsch bliesen.

Thunberg gab sich unbeeindruckt. "Spart euch euer Lob", sagte sie lapidar. "Wir wollen es nicht." Dies gelte vor allem dann, wenn Verantwortliche nur vorhätten, über den Klimawandel zu sprechen, "ohne irgendetwas dagegen zu tun".

Lesen Sie auch: Warum Klimaschutz nicht zur PR-Masche werden darf

RND/dpa/AP

Offenbar verpasst Benjamin Netanjahu den Wahlsieg in Israel. Das ist eine schwere Niederlage für den amtierenden Ministerpräsidenten. Doch auf den Nahost-Konflikt könnte sich das positiv auswirken, kommentiert Damir Fras.

18.09.2019

Fehlbildungen bei Neugeborenen, Probleme in der Altenpflege und die Frage des Umgangs mit Homöopathie – beim „Berliner Salon“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstagabend in Berlin gab es viel zu besprechen – und einige überraschende Antworten.

18.09.2019

Schutzwesten und Stiefel lassen auf sich warten, Rüstungsprojekte verzögern sich – dafür ist das Bundeswehr-Beschaffungsamt in der Kritik. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verzichtet auf eine Großreform und setzt unter anderem auf seltenere Versetzungen im Amt. Die Grünen sehen das Hauptproblem in politischen Prestigeprojekten – und damit im Ministerium.

18.09.2019